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Altes Fabrikgebäude ist gestern völlig ausgebrannt
Feuerwehren von Apolda und Oberndorf stundenlang im Einsatz
APOLDA.
Ein zweistöckiges leerstehendes Fabrikgebäude in der Alexanderstraße ist
gestern vormittag ausgebrannt. Um 7.42 Uhr stellte eine Nachbarin fest, daß
in dem Gebäude des ehemaligen VEB Unitechnik ein Feuer ausgebrochen ist. Sie
rief die Polizei, die sofort die Feuerwehr alarmierte.
Mit einem kompletten Löschzug und Unterstützung durch die Oberndorfer Kameraden
versuchten die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Apolda, das Feuer zu bekämpfen.
Das erwies sich als weitaus schwieriger, als zunächst angenommen. Es brannte
im Inneren des baufälligen Gebäudes und die Zufahrt ließ nur ein Fahrzeug -
die Drehleiter - an die Brandstätte. Zudem drohte das abfließende Löschwasser
zu vereisen. Die Alexanderstraße wurde durch die Polizei gesperrt.
Den ganzen Vormittag zogen sich bei Frostgraden die Löscharbeiten hin. Das
Deutsche Rote Kreuz versorgte die Brandbekämpfer mit heißem Tee. Gegen 10 Uhr
kam der frühere Stadtbrandinspektor Günter Dilk vorbei - mit einem Plasteeimer
voller Bockwürste, mit denen sich die Kameraden stärkten. Einschließlich Ingo
Knobbe - er hatte gestern eigentlich Urlaub.
Wehrführer Günter Dilk konnte eine Selbstentzündung in dem Gebäude mit
Sicherheit ausschließen: "Da gibt es keinen Strom und kein Gas, was soll
da bei Frost anfangen zu brennen?" Die Kriminalpolizei Jena übernahm die
Ermittlungen zur Ursache, Brandstiftung scheint die wahrscheinlichste.
Denn kurz vor dem Brand sah ein Zeuge einen 13- bis 15jährigen Jungen nahe
des Geländes rumstromern . Die Befragungen der Kriminalisten dehnten sich
schnell bis zum Förderschulzentrum aus. Eine Anwohnerin sagte gegenüber der
TA: "Die Kinder vom Kirschberg sind hier täglich zu finden".
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 20.11.1997)
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