Einsatzübung in der Niemöllerstraße
29.07.1997



 

PROBEALARM: Nachdem der Monteuer im Keller noch nicht fündig wurde, suchte er in der zuführenden Gasleitung das Leck. Im Ernstfall hätte ein Bagger sogar noch die Leitung freigraben müssen. Zuvor hatte die Freiwillige Feuerwehr Apolda Minuten nach dem fingierten Alarm die Niemöllerstraße bereits an beiden Seiten abgeriegelt.

 


 
Ausströmendes Gas sollte nur den Notfall simulieren
Energieversorgung Apolda testete gestern ihre Bereitschaft


APOLDA.
Ein Notfall-Szenario beherrschte gestern abend die Niemöllerstraße: An beiden Seiten sperrten Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Apolda die Zufahrt - Explosionsgefahr. Ein Mieter der Nummer acht hatte über den Notruf starken Gasgeruch im Haus gemeldet.
Die Ursache des Großeinsatzes war jedoch eine harmlosere: die Energieversorgung Apolda (EVA) testete ihre Bereitschaft bei akutem Gasaustritt und Stromausfall. Mieter, Feuerwehr und Polizei wurden zuvor über die Übung informiert.
Im Keller des Wohnhauses ließ man den Stoff ausströmen, der dem eigentlich geruchlosen Erdgas beigemischt wird. Um 18.30 Uhr wurde der Alarm ausgelöst, bereits vier Minuten später rückte der Einsatzwagen der Feuerwehr an. Um 18.40 Uhr war die Straße vollständig abgesperrt. Weitere fünf Minuten danach war auch schon der Monteur der Apoldaer Firma Cost vor Ort. Der fand im Keller des Hauses kein ausströmendes Gas, mußte dann aber noch einmal wegfahren, um die Bodensonde für eine Außenmessung zu holen. Um 19.15 Uhr wurde eine Tiefbau-Firma alarmiert: Sie sollte mit einem kleinen Bagger anrücken - da innen kein Leck zu entdecken war, mußten die Außenleitungen freigelegt werden.
Bereits um 14.30 Uhr hatte die EVA einen Stromausfall der Firma RST, Bahnhofstraße 62, simuliert. Dort war zehn Minuten später der Monteur vor Ort. Eine dreiviertel Stunde nach dem Alarm war der "Fehler" gefunden und behoben.
"Sehr zufrieden" zeigte sich EVA-Geschäftsfüher Bernhard Buck, der die beiden Szenarien vor Ort verfolgte. Es gebe zwar noch einige verbesserungswürdige Kleinigkeiten, etwa im Bereich des Arbeitsschutzes, an denen könne aber noch problemlos gearbeitet werden. "Wir haben zwar bisher schon einige kleinere Übungen gemacht, dies ist allerdings unsere erste in dieser Größenordnung", berichtete er. Künftig soll jedoch häufiger ein derartiger Einsatz geprobt werden. "Die Ereignisse der letzten Zeit machen dies dringend erforderlich.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 30.07.1997)

 


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