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Feuerteufel wütet in Apolda
Dreimal innerhalb von 17 Stunden brannten leerstehende Häuser
APOLDA.
Drei Brände innerhalb von 17 Stunden lasen die Wahrscheinlichkeit wachsen,
daß in Apolda ein Feuerteufel sein Unwesen treibt.
Am Donnerstag um 18.50 Uhr meldete ein junger Mann der Polizei, daß aus dem
ehemaligen Kreisarchiv Rauch dringe. Die Freiwillige Feuerwehr von Apolda
konnte nur über eine Drehleiter löschen - die Gefahr im Gebäude war zu groß.
Zudem evakuierten die Rettungsdienste 20 Bewohner umliegender Häuser.
Der Einsatz wurde jäh unterbrochen, als Feuerwehrmann Thomas Ebert um 22 Uhr
von der Drehleiter aus sah, daß aus einem Haus am südwestlichen Rand des
Stadtzentrums ebenfalls Flammen schlugen. Die Einsatzkräfte wurden aufgeteilt.
Am neuen Brandort stellten sie fest, daß der Dachstuhl der ehemaligen Färberei
in Flammen stand.
Konnte man am Donnerstagabend noch einen Zufall glauben - gestern mittag war
es damit vorbei. 12.09 Uhr war es, als ein Anwohner über den Teichgärten die
Rettungsleitstelle alarmierte: Rauch dringt aus dem ehemaligen Klubhaus im
Schötener Grund. Auch hier brannte der Dachstuhl und die Feuerwehr Apolda löschte.
Bei den Bränden entstand hoher Sachschaden. Vor rund 25 Jahren, so erinnert
sich Stadtbrandinspektor Günter Leitert, trieb schon einmal ein Feuerteufel
sein Unwesen in Apolda. Er legte Brände bei Laborchemie, bei Lederwaren,
in einer Strickerei in der Goethestraße, an einer Scheune ... Damals dauerte
es ein ganzes Jahr, bevor die Polizei des Übeltäters habhaft werden konnte.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 21.09.1998)
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