Wohnhausbrand in Berg Sulza
25.06.1998



 

EINSATZ: Insgesamt 14 Feuerwehrleute mühten sich gestern, den Brand in Bergsulza unter Kontrolle zu bekommen. Selbst auf die weitestgehend unbeschädigte Giebelseite musste das Dach abgetragen werden, weil der Firstbalken immer wieder Feuer fing. Das darunterliegende Schlafzimmer wurde geräumt.

 


 
Defekter Kühlschrank nahm 83jähriger das Häuschen
Bewohnerin blieb unverletzt / Hanglage erschwerte Löscharbeiten


BAD SULZA.
Als Elsa Fritsche gestern Vormittag in ihrem Häuschen in Bergsulza den Kühlschrank reinigte, ist es passiert. Die 83jährige schloß den Kühlschrank, öffnete ihn wieder - und plötzlich hüllte ein Stichflamme das Gerät ein. So ist nach ihren Angaben der Brand im Haus Am Teich Nr. 6 entstanden.
Um 10.15 Uhr lief der Notruf in der Rettungsleitstelle auf. Nur wenig später waren fünf Kameraden der Bad Sulzaer Feuerwehr vor Ort. Das Feuer breitete sich schnell im Haus aus. Wehrleiter Falko Herrmann: "Nachdem feststand, daß sich keine Personen mehr im Haus befinden, haben wir als erstes das Gas abgestellt." Elsa Fritsche blieb bei der ganzen Katastrophe unverletzt - vorsorglich wurde sie jedoch zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.
Ein Zug der Apoldaer Feuerwehr mit neun Kameraden wurde von der Rettugnsleitstelle zur Verstärkung nach Bad Sulza beordert. Die Hanglage des Hauses gestaltete die Löscharbeiten kompliziert. Das Drehleiterfahrzeug fand hinter dem Haus am Herlitzenberg seinen Standort - von der Drehleiter aus bekämpfte ein Feuerwehrmann das Feuer im Dachstuhl. Viel zu retten war von diesem jedoch nicht mehr. Immer wieder kam Frischluft an den Firstbalken und entfachte das Feuer aufs Neue. Letzlich mußte ein Teil des Daches abgedeckt und das darunterliegende Schlafzimmer beräumt werden.
Fassungslos und bleich standen die Angehörigen um das Haus. Ein junger Verwandter rettete noch Papiere und persönliche Dinge in einer Blechschatulle. Um 11.30 Uhr war der Brand endgültig unter Kontrolle. Der Apoldaer Wehrleiter Günther Leitert: "Was in diesem Haus nicht durch das Feuer vernichtet wurde, wird durch das Wasser zerstört."
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 26.06.1998)

 


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