| |
Defekter Kühlschrank nahm 83jähriger das Häuschen
Bewohnerin blieb unverletzt / Hanglage erschwerte Löscharbeiten
BAD SULZA.
Als Elsa Fritsche gestern Vormittag in ihrem Häuschen in Bergsulza den
Kühlschrank reinigte, ist es passiert. Die 83jährige schloß den Kühlschrank,
öffnete ihn wieder - und plötzlich hüllte ein Stichflamme das Gerät ein. So
ist nach ihren Angaben der Brand im Haus Am Teich Nr. 6 entstanden.
Um 10.15 Uhr lief der Notruf in der Rettungsleitstelle auf. Nur wenig später
waren fünf Kameraden der Bad Sulzaer Feuerwehr vor Ort. Das Feuer breitete
sich schnell im Haus aus. Wehrleiter Falko Herrmann: "Nachdem feststand, daß
sich keine Personen mehr im Haus befinden, haben wir als erstes das Gas
abgestellt." Elsa Fritsche blieb bei der ganzen Katastrophe unverletzt -
vorsorglich wurde sie jedoch zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.
Ein Zug der Apoldaer Feuerwehr mit neun Kameraden wurde von der Rettugnsleitstelle
zur Verstärkung nach Bad Sulza beordert. Die Hanglage des Hauses gestaltete die
Löscharbeiten kompliziert. Das Drehleiterfahrzeug fand hinter dem Haus am
Herlitzenberg seinen Standort - von der Drehleiter aus bekämpfte ein Feuerwehrmann
das Feuer im Dachstuhl. Viel zu retten war von diesem jedoch nicht mehr. Immer
wieder kam Frischluft an den Firstbalken und entfachte das Feuer aufs Neue.
Letzlich mußte ein Teil des Daches abgedeckt und das darunterliegende Schlafzimmer
beräumt werden.
Fassungslos und bleich standen die Angehörigen um das Haus. Ein junger
Verwandter rettete noch Papiere und persönliche Dinge in einer Blechschatulle.
Um 11.30 Uhr war der Brand endgültig unter Kontrolle. Der Apoldaer Wehrleiter
Günther Leitert: "Was in diesem Haus nicht durch das Feuer vernichtet wurde, wird
durch das Wasser zerstört."
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 26.06.1998)
|
|