Gefahrgutunfall
29.04.1998



 

UNFALL: Glück im Unglück hatte der Fahrer des Gefahrenguttransportes. Er und seine gefährliche Ladung blieben auch in der ungewohnten Schräglage noch unversehrt. So konnten denn auch die Feuerwehren aus Apolda und Umpferstedt wieder nach Hause entlassen werden. Fässer setzen ihre Reise auf einem anderen Fahrzeug fort.

 


 
Säurefässer hielten dem Unfall stand
Gefahrguttransport rutschte in den Graben


LANDKREIS.
Große Aufregung herrschte gestern vormittag in Umpferstedt: Kurz vor der Kreuzung der B 7 und B 87 war ein Lkw Mercedes aus dem Wartburgkreis auf regennasser Fahrbahn in den rechten Straßengraben gerutscht. Geladen hatte er eine höchst brisante Fracht: Sechs Fässer Wasserstoffperoxid, Schwefelsäure und andere anorganische Basen.
Der 43jährige Lkw-Fahrer war kurz nach 10 Uhr aus Richtung Mellingen gekommen. Als er den Rückstau an der Ampelkrezung bemerkte, bremste er und geriet ins Rutschen. Einer Mitteilung der Kreisverwaltung zufolge sollen die Bremsen des Fahrzeuges defekt gewesen sein. Der Fahrer hatte jedoch Glück im Unglück: Weder wurde er bei dem Unfall verletzt, noch lief eine der gefährlichen Flüssigkeiten aus. Wasserstoffperoxid wird unter anderem als Bleichmittel benutzt, Schwefelsäure beispielswiese als Flüssigkeit in Batterien oder Akkus. Laut Aussage des Umweltamtes habe jedoch zu keiner Zeit irgendeine Gefahr für die Bevölkerung bestanden.
Alarmiert wurden die Feuerwehren von Umpferstedt und Apolda. Auch Mitarbeiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz waren vor Ort und gaben Entwarnung. Die gesicherten Fässer wurden auf ein zweites Fahrzeug umgeladen. Während der Bergungsarbeiten mußte die B 87 kurzfristig gesperrt werden.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 30.04.1998)

 


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