Unwetter
01.06.1999



 

VERSTOPFT: Die heftigen Schauer ließen gestern Abend auch die Herressener Straße eher einen Bach gleichen. Die Apoldaer Feuerwehr rückte den zugesetzten Gullis aber schnell zu Leibe.

 


 
Dieselspur nach Gewitterregen


APOLDA.
Kurz, aber heftig: Gewitterregen und Hagelkörner versauerten der Freiwilligen Feuerwehr Apolda, Pkw-Fahrern wie auch einigen Keller-Geistern gründlich den Sonntagabend. In Apolda standen beispielweise die Herressener Straße an der Gasabfüll-Station, die Promenadenstraße sowie der kleine Viadukt am Bahnhof zeitweilig unter Wasser. Auch mehrere überflutete Keller wurden der Rettungsleitstelle gemeldet, neben Apolda auch aus Bad Sulza, Oberndorf und Rödigsdorf. Riskanter gestaltete sich die Lage in der Apoldaer Aue: Nachdem dort aus bislang ungeklärtem Grund Diesel ausgetreten war, mußte die Feuerwehr eine Ölsperre legen.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 02.06.1999)

 


 
Abendlicher Gewitterregen ohne Hochwasser-Folgen
Ursachen für Ölspuren in Auenstraße sind noch unklar


APOLDA.
Knöchelhohe Sturzbäche auf einigen Straßen mochten Erinnerung an das letzte Hochwasser wecken. Gestern konnte die Rettungsleitstelle des Weimarer Landes jedoch Entwarnung geben: Das Unwetter am Sonntagabend verursachte im Kreis keine gravierenden Schäden. "Vorwiegend Sachen, die sich mehr oder weniger schnell beheben lassen", bestätigte auch Steffen Schirmer. Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes.
Insgesamt 21 wetterbedingte Notrufe nahm die Rettungsleitstelle entgegen - den ersten um 17.53 Uhr, den letzten 21.43 Uhr. Vornehmlich waren es Wassereinbrüche in Kellern sowie Schlamm auf den Straßen, die die Wehren zum Einsatz reifen.
Unklar war bis gestern allerdings noch, in welchem Maße das Erdreich in der Auenstraße durch Öl belastet wurde, das bei dem Regen aus einem Kanal trat. "Zwar sieht es nicht so schlimm aus, mit einer endgültigen Klärung ist aber erst Ende der Woche zu rechnen", sagte Detlef Rittermann von der unteren Wasserbehörde. So lange dauerte es, bis die in der Auenstraße genommenen Wasseproben vom Umweltamt Erfurt analysiert seien. "Daß es sich bei der Verunreinigung aber um Altöl handelt, ist unwahrscheinlich", so Rittermann.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 02.06.1999)

 


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