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Laborchemie: Unfall ging glimpflich ab
Arbeiter verletzt / Keine Umweltgefährdung
APOLDA.
Eine kurze Schrecksekunde galt es am Samstag in der Utenbacher Straße zu
überstehen: Kurz vor 13 Uhr meldete ein Mitarbeiter der Firma Laborchemie
der Rettungsleitstelle einen Gefahrgutunfall mit einer verletzten Person.
Innerhalb kürzester Zeit waren die Apoldaer Feuerwehr und der Rettungsdienst
vor Ort. Auch die drei Fahrzeuge des Gefahrgutzuges des Weimarer Landes aus
Weimar (Messgeräte- und Dekontaminationswagen), Bad Sulza und Apolda wurden
von der Leitstelle vorsorglich alarmiert, ihr Einsatz kurze Zeit später jedoch
abgebrochen.
"Ein Arbeiter hattte in der Produktionshalle aus Versehen einen Hahn
abgebrochen, woraufhin ätzende Stoffe austraten", hieß es gestern auf
TA-Anfrage aus der Einsatzzentrale der Polizeidirektion Jena. Die geringe
Menge des Stoffes, der als "Ketton" bezeichnet werde, sei jedoch in einer
unter dem beschädigten Hahn stehenen Wann aufgefangen worden und dort rasch
kristallisiert. Die ebenfalls kurz austretenden Dämpfe hätten sich schnell
verflüchtigt. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte, so ein Mitarbeiter des
Kreis-Umweltamtes, habe keine Gefährdung von Bevölkerung und Umwelt bestanden.
Der Arbeiter selbst habe bei dem Unfall Verätzungen am Arm zugezogen, so die
Polizei. Nachdem festgestellt wurden, dass auch Spritzer in sein Auge gelangt
waren, brachte ihn der Rettungsdienst gleich nach Jena in die Augenklinik.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 07.12.1999)
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