Arbeitsunfall bei Laborchemie
04.12.1999



 

EINSATZKRÄFTE: Der Schock nach der Meldung sass im ersten Augenblick recht tief, der Betriebsunfall bei Laborchemie entpuppte sich jedoch recht schnell als ungefährlich für die Öffentlichkeit und Umwelt. So konnten die meisten der alarmierten Einsatzkräfte auch rasch wieder den Heimweg antreten.

 


 
Laborchemie: Unfall ging glimpflich ab
Arbeiter verletzt / Keine Umweltgefährdung


APOLDA.
Eine kurze Schrecksekunde galt es am Samstag in der Utenbacher Straße zu überstehen: Kurz vor 13 Uhr meldete ein Mitarbeiter der Firma Laborchemie der Rettungsleitstelle einen Gefahrgutunfall mit einer verletzten Person.
Innerhalb kürzester Zeit waren die Apoldaer Feuerwehr und der Rettungsdienst vor Ort. Auch die drei Fahrzeuge des Gefahrgutzuges des Weimarer Landes aus Weimar (Messgeräte- und Dekontaminationswagen), Bad Sulza und Apolda wurden von der Leitstelle vorsorglich alarmiert, ihr Einsatz kurze Zeit später jedoch abgebrochen.
"Ein Arbeiter hattte in der Produktionshalle aus Versehen einen Hahn abgebrochen, woraufhin ätzende Stoffe austraten", hieß es gestern auf TA-Anfrage aus der Einsatzzentrale der Polizeidirektion Jena. Die geringe Menge des Stoffes, der als "Ketton" bezeichnet werde, sei jedoch in einer unter dem beschädigten Hahn stehenen Wann aufgefangen worden und dort rasch kristallisiert. Die ebenfalls kurz austretenden Dämpfe hätten sich schnell verflüchtigt. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte, so ein Mitarbeiter des Kreis-Umweltamtes, habe keine Gefährdung von Bevölkerung und Umwelt bestanden.
Der Arbeiter selbst habe bei dem Unfall Verätzungen am Arm zugezogen, so die Polizei. Nachdem festgestellt wurden, dass auch Spritzer in sein Auge gelangt waren, brachte ihn der Rettungsdienst gleich nach Jena in die Augenklinik.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 07.12.1999)

 


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