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Qualm schreckte die Mieter aus dem Schlaf
Feuerteufel steckte einen Keller in Brand
APOLDA.
"Ich bin von dem Qualm aufgewacht. Als ich gemerkt habe, daß das Feuer unter
meinem Fußboden knistert, habe ich meinen Sohn und den Hund geschnappt und mich
an der Wand entlang nach draußen getastet. Sehen konnte man absolut nichts."
Sichtlich geschockt erzählt Brigitte Büßer von der Nacht zu gestern. Die
Bewohnerin der Paul-Schneider-Straße 80 war die erste, die den Brand im Keller
des Hauses bemerkte und nach draußen stürmte.
Die anderen Mieter wurden um 23.15 Uhr durch einen lauten Knall geweckt.
"Wahrscheinlich sind Büchsen mit Farbresten explodiert", meinte Chistine
Deutschmann, Pressesprecherin der Polizeidirektion Jena. Dichter Rauch zog
durch das Treppenhaus, so daß die Bewohner der oberen Etagen in ihren Wohnungen
bleiben mußten. Sie warteten die Löscharbeiten auf ihren Balkonen ab. Dennoch
zog sich ein 15jähriger Junge eine Rauchvergiftung zu, die im Krankenhaus behandelt
wurde.
Erste Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, daß Brandstifter ihr Unwesen
getrieben hatten. Zwei Räume, Versorgungsleitungen und Kabel wurden völlig
zerstört. Allein im Keller entstand ein Schaden von rund 30.000 Mark (15.339 Euro).
Durch verschmorte Leitungen waren bis zu 120 Wohneinheiten ohne Telefon, Strom und
Fernseher. In der Nummer 80 floß zudem kein Wasser. Fachfirmen arbeiteten
fieberhaft an der Instandsetzung. Um 14.40 Uhr gab es wieder Strom. Die Polizei
ermitttelt noch.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 13.05.1999)
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