Kellerbrand
11.02.1999



 

ABGEBRANNT: Verschmorte Kabel und Versorgungsleitungen entfernten gestern Handwerker im Keller der Paul-Schneider-Straße 80. Erst am Nachmittag hatten die Mieter wieder Strom.

 


 
Qualm schreckte die Mieter aus dem Schlaf
Feuerteufel steckte einen Keller in Brand


APOLDA.
"Ich bin von dem Qualm aufgewacht. Als ich gemerkt habe, daß das Feuer unter meinem Fußboden knistert, habe ich meinen Sohn und den Hund geschnappt und mich an der Wand entlang nach draußen getastet. Sehen konnte man absolut nichts." Sichtlich geschockt erzählt Brigitte Büßer von der Nacht zu gestern. Die Bewohnerin der Paul-Schneider-Straße 80 war die erste, die den Brand im Keller des Hauses bemerkte und nach draußen stürmte.
Die anderen Mieter wurden um 23.15 Uhr durch einen lauten Knall geweckt. "Wahrscheinlich sind Büchsen mit Farbresten explodiert", meinte Chistine Deutschmann, Pressesprecherin der Polizeidirektion Jena. Dichter Rauch zog durch das Treppenhaus, so daß die Bewohner der oberen Etagen in ihren Wohnungen bleiben mußten. Sie warteten die Löscharbeiten auf ihren Balkonen ab. Dennoch zog sich ein 15jähriger Junge eine Rauchvergiftung zu, die im Krankenhaus behandelt wurde.
Erste Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, daß Brandstifter ihr Unwesen getrieben hatten. Zwei Räume, Versorgungsleitungen und Kabel wurden völlig zerstört. Allein im Keller entstand ein Schaden von rund 30.000 Mark (15.339 Euro). Durch verschmorte Leitungen waren bis zu 120 Wohneinheiten ohne Telefon, Strom und Fernseher. In der Nummer 80 floß zudem kein Wasser. Fachfirmen arbeiteten fieberhaft an der Instandsetzung. Um 14.40 Uhr gab es wieder Strom. Die Polizei ermitttelt noch.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 13.05.1999)

 


zurück zur vorherigen Seite