Garagenbrand in der Auenstraße
24.01.1999



 

BRAND: Hellerleuchtet waren am Sonntagabend die Fenster im ersten Stock eines Wohnhauses in der Martinkirchgasse. Aus dem Wohnzimmer eines 77jährigen schlugen die Flammen, die jedoch innerhalb von rund zehn Minuten von der Apoldaer Feuerwehr gelöscht werden konnten. Einer der Kameraden verletzte sich dabei leicht.

 


 
Wohnungsbrand ging ohne schwere Verletzungen ab
Ursache des Feuers war vermutlich ein implodierender Fernseher


APOLDA.
Noch Stunden später stand den Anwohnern der Martinskirchgasse die Aufregung ins Gesicht geschrieben: Aus einem dreigeschossigen Wohnhaus schlugen am Sonntagabend plötzlich die Flammen. Rasch sammelte sich vor dem Haus auch eine Menge Schaulustiger.
Der Brand war in der Wohnung im ersten Stock ausgebrochen. Als Brandursache könnte nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ein Fernsehgerät in Frage kommen, das implodiert ist. Die genauen Ermittlungen dauern allerdings noch an, hieß es gestern von der Polizeidirektion Jena auf Ta-Anfrage. Der dabei entstandene Sachschaden wird auf rund 100.000 Mark (51.129 Euro) geschätzt. "Das Wohnzimmer ist völlig ausgebrannt und die Küche stark verrust", sagte gestern Wehrleiter Ingo Knobbe gegenüber TA. Das Stockwerk darüber sei bis auf die Rauchbelastung weitgehend unbeschädigt geblieben. Gegen 19.23 Uhr wurde aus dem Bistro "La Baguette" der Brand bei der Rettungsleitstelle gemeldet. Nur wenige Minuten später trafen 21 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Apolda mit drei Fahrzeugen am Brandort ein. Noch zuvor evakuierten Polizeibeamte eine 51jährige Frau aus ihrer Wohnung im zweiten Stock. Bei ihr hatten Anwohner bereits geklingelt, gerufen und Steinchen an die Fensterscheibe geworfen - alles allerdings ohne Erfolg. Die Frau mußte vor Ort ambulant behandelt werden. Anschließend wurde sie von Verwandten aufgenommen.
Der 77jährige Wohnungsinhaber im ersten Stock wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Robert-Koch-Krankenhaus gebracht. Sein Zustand sei jedoch zu keiner Zeit bedrohlich gewesen, hieß es gestern aus dem Krankenhaus. Auf alle Fälle wurde er gestern noch auf der Station behalten. In sicheren Händen ist inzwischen auch sein Hund, der ebenfalls gerettet werden konnte. Leicht verletzt hat sich bei dem Einsatz hingegen ein Feuerwehrmann: Der 35jährige Matthias Horak verbrannte sich den Unterarm an einem heißen Türpfosten.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 26.01.1999)

 


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