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Flammen schlugen aus der Lagerhalle
Feuerwehr geht von Brandstiftung aus / Sachschaden 100.000 Mark
APOLDA.
Großeinsatz für die Feuerwehren: Meterhoch schlugen die Flammen in der
Nacht zu gestern aus einer Lagerhalle an der Storaer Straße. Etwa 40 Kameraden
und neun Fahrzeuge von den Freiwilligen Feuerwehren Apolda, Zottelstedt,
Oberroßla nd Schöten waren zwei Stunden lang damit beschäftigt, den
Brand unter Kontrolle zu bringen. Dennoch konnten sie nicht mehr verhindern,
dass der Sachschaden nach ersten Schätzungen in die 100.000 Mark (51.130 €)
geht.
Um 22.29 Uhr ging der Alarm am Samstagabend bei der Rettungsleitstelle ein.
Die wiederum schickte sofort die Apoldaer Feuerwehr an den Ort des Geschehens
- eine Lagerhalle auf Privatgelände oberhalb des städtischen Bauhofes. "Als
wir eintrafen, war die Holzdachkonstruktion mit der Asbestplattenabdeckung
schon durchgebrannt", sagte gestern Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe im
TA-Gespräch.
In der Halle befanden sich neben einigen landwirtschaftlichen Maschinen vor
allem auch geschätzte 200 bis 250 Tonnen gepresste Strohrollen. Während der
Löscharbeiten musste die Feuerwehr stets ein Übergreifen des Feuers auf die
benachbarten Gebäude, in denen Tiere untergebracht waren, verhindern.
Landwirtschafliche Geräte, die im vorderen Teil der Halle untergestellt waren,
konnten gerettet werden. Das "Glut-Reservoir" der Strohrollen verschaffte
den Kameraden jedoch auch gestern noch reichlich Beschäftigung: Bis in die
Abendstunden hinein dauerten die Restlöscharbeiten, bei denen ab 13 Uhr auch
die Moorental-Feuerwehr mithalf. Immer wieder holte ein kleines Baggerfahrzeug
Stroh aus der Brandruine, um es draußen dem gezielten Wasserstrahl
preiszugeben.
Die Kriminalpolzei war vor Ort, konnte aber laut Auskunft der Jenaer Polizei
aufgrund der Schwelbrände noch keine genauen Ermittlungen zur Brandursache
aufnehmen. Dennoch scheint die Sache weitgehend klar zu sein: Weder führen
Stromleitungen in das Objekt, noch war das Wetter der letzten Tage so, dass
man Selbstentzündung annehmen kann. So ging zumindest die Apoldaer Feuerwehr
gestern bereits von Brandstiftung aus. Gegen 20 Uhr sei dort offenbar noch
alles in Ordnung gewesen, berichtete Knobbe. Zu dieser Zeit habe sich
nämlich "Hundevater" Harald Lisker im Umfeld der Halle aufgehalten. Und ihm
sei dort nichts Verdächtiges aufgefallen. - Vor einigen Jahren war schon
einmal im Bereich dieser Anlage an der Stobraer Straße eine Hopfen-Lagerhalle
abgebrannt.
(Artikel von Michael Hock "Thüringer Allgemeine" vom 28.04.2001)
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