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Fackeln auf dem Areal legen Brandstiftung nahe
Nebengebäude der Apoldaer Göller-Villa stand in Flammen
APOLDA.
Brandstifter haben auf dem Gelände der Göller-Villa ihr Unwesen getrieben.
Unbekannte setzten am späten Dienstagabend ein Nebengebäude der leer
stehenden Villa an der Stegmannstraße in Brand. Personen kamen in Folge
des Feuers zum Glück nicht zu Schaden.
Um 22.01 Uhr ging der Alarm bei der Freiwilligen Feuerwehr Apolda ein. Mit
vier Fahrzeugen und 19 Kameraden rückte die Wehr aus. Im Nebenhaus an der
Hofseite der Villa standen alte Matratzen und anderes Brennbares in Flammen.
Das Feuer griff zudem auf die Innendecke über. Um die Deckenbretter löschen
zu können, musste die Feuerwehr das Pappdach des Hauses mit einer Kettensäge
öffnen. Erst gegen 0.15 Uhr konnte die Wehr wieder zurück ins Depot. Die
Vor-Ort-Ermittlungen der Kripo Jena dauerten derweil gestern noch an. Eine
gesicherte Spur, die zu den Tätern führt, gibt es zwar bislang nicht.
Dennoch geht die Polizei von Brandstiftung aus. Zudem liege es nahe, dass
das Feuer nicht etwa fahrlässig, sondern vorsätzlich angezündet wurde. So
entdeckten die Beamten auf dem Gelände selbst gebastelte Fackeln, mit denen
der Brand offenbar ausgelöst wurde. Das Feuer hätte gar noch schlimmere
Ausmaße annehmen können. Denn auch in der Villa selbst fand sich eine
solche Fackel, die vermutlich durch ein Fenster der unteren Etage hinein
geworfen wurde. Zum Glück brannte diese aber auf dem Boden aus, ohne dass
im Inneren etwas Feuer fing. Die Polizei sucht dabei vor allem nach zwei
Kindern, die sich die Löscharbeiten aus einiger Entfernung anschauten.
Als die Beamten die Kinder zu möglichen Beobachtungen, welche die Spur
zu den Tätern erhellen könnten, befragen wollten, liefen sie jedoch weg.
Die Villa an der Stegmannstraße wurde vom Likörfabrikanten und Mibegründer
des Dobermannvereins, Otto Göller, errichtet. Bis 1996 beherbergte das Haus
einen Kindergarten. Im Nebengebäude, das Dienstag Nacht brannte, befanden
sich damals ein Arbeitsraum des Hausemeisters sowie Abstellflächen. Seit
der Schließung des Kindergartens ist die städtische Immobilie ungenutzt.
(Artikel von Jens Lehnert "Thüringer Allgemeine"03.07.2002)
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