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Explosion in der Jägerstraße
Junge Apoldaer hantierten mit Chemikalien
APOLDA.
Ein lauter Knall aus dem ersten Stock des Hauses Jägerstraße 22 erschreckte
gestern Abend die Nachbarn. Mehrere Anrufer alarmierten fast gleichzeitig
um 19.18 Uhr die Rettungsleitstelle. Viele Anwohner liefen vors Haus, um
zu sehen, was geschehen war.
Was dort genau passierte, wurde auch den Einsatzkräften erst in den
nächsten Stunden klar: Ralf Kirsten, Weimars Polizeichef und gestern Leiter
der Ermittlungen vor Ort, bestätigte auf TA-Nachfrage, dass es sich in der
Wohnung zweifelsfrei um eine Explosion gehandelt habe. Zwei junge Apoldaer,
17 und 20 Jahre alt, hätten diese im Umgang mit Chemikalien ausgelöst. Sie
haben sich dabei offenbar so schwer an Händen bzw. Armen verletzt, dass sie
vom Rettungsdienst sofort in die Jenaer Uni-Klinik gebracht wurden. Beide
junge Männer waren in der betreffenden Wohnung offenbar nur zu Besuch.
Einer der beiden sei der Polizei auch bereits bekannt. In diesem
Zusammenhang verwiesen Nachbarn auch auf ähnliche zurückliegende Vorfälle im
Bereich der Marktpassage.
Die übrigen Mieter des Hauses hatte man vorsorglich evakuiert, so die
Polizei. Für weitere detaillierte Untersuchungen der Substanzen am Tatort
wurden Spezialisten des Landeskriminalamtes Erfurt angefordert, die kurze
Zeit später eintrafen. Deren Untersuchungen und Auswertungen werden sich
übers Wochenende hinziehen, so Kirsten. Erst wenn die entsprechenden Ergebnisse
vorliegen, ermittelt die Kripo Jena weiter.
Die Apoldaer Feuerwehr, die ebenfalls sofort zum Tatort gerufen wurde,
musste sich mühsam den Weg dahin bahnen. Ein Falschparker behinderte die
Floriansjünger.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 05.10.2002)
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