Absicherung nach einer Explosion in der Jägerstraße
04.10.2002



 

EXPLOSION: Der Eingangsbereich des Hauses in der Jägerstraße, in dem sich die Explosion ereignete, wurde vollständig abgesperrt. Spezialisten des Landeskriminalamtes übernahmen die Untersuchung (kleines Foto).

 


 
Explosion in der Jägerstraße
Junge Apoldaer hantierten mit Chemikalien


APOLDA. Ein lauter Knall aus dem ersten Stock des Hauses Jägerstraße 22 erschreckte gestern Abend die Nachbarn. Mehrere Anrufer alarmierten fast gleichzeitig um 19.18 Uhr die Rettungsleitstelle. Viele Anwohner liefen vors Haus, um zu sehen, was geschehen war.
Was dort genau passierte, wurde auch den Einsatzkräften erst in den nächsten Stunden klar: Ralf Kirsten, Weimars Polizeichef und gestern Leiter der Ermittlungen vor Ort, bestätigte auf TA-Nachfrage, dass es sich in der Wohnung zweifelsfrei um eine Explosion gehandelt habe. Zwei junge Apoldaer, 17 und 20 Jahre alt, hätten diese im Umgang mit Chemikalien ausgelöst. Sie haben sich dabei offenbar so schwer an Händen bzw. Armen verletzt, dass sie vom Rettungsdienst sofort in die Jenaer Uni-Klinik gebracht wurden. Beide junge Männer waren in der betreffenden Wohnung offenbar nur zu Besuch. Einer der beiden sei der Polizei auch bereits bekannt. In diesem Zusammenhang verwiesen Nachbarn auch auf ähnliche zurückliegende Vorfälle im Bereich der Marktpassage.
Die übrigen Mieter des Hauses hatte man vorsorglich evakuiert, so die Polizei. Für weitere detaillierte Untersuchungen der Substanzen am Tatort wurden Spezialisten des Landeskriminalamtes Erfurt angefordert, die kurze Zeit später eintrafen. Deren Untersuchungen und Auswertungen werden sich übers Wochenende hinziehen, so Kirsten. Erst wenn die entsprechenden Ergebnisse vorliegen, ermittelt die Kripo Jena weiter.
Die Apoldaer Feuerwehr, die ebenfalls sofort zum Tatort gerufen wurde, musste sich mühsam den Weg dahin bahnen. Ein Falschparker behinderte die Floriansjünger.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 05.10.2002)

 



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