Kellerbrand in der Lessingstraße
15.06.2002



 

EINSATZ: Der Verdacht, das auch das Dachgeschoss brennt, bestätigte sich nicht. Um die Flammen im Keller löschen zu können, mussten die Kameraden zunächst die Fenstergitter herausschneiden.

 


 
Müllhalde im Keller ging in Flammen auf
Ursache des Brandes an der Lessingstraße noch nicht geklärt


APOLDA.
Dichte Rauchschwaden durchzogen am Samstagnachmittag die Lessingstraße. Beißender Geruch durchsetzte die Luft. Einige Passanten und Anwohner hielt dies nicht davon ab, sich an der Einmündung der Louis-Braille Straße zu postieren und den Einsatz gegenüber zu verfolgen. In dem seit Jahren leer stehenden Gebäude, das früher eine Strickerei beherbergte, war Feuer ausgebrochen.
Um 14.09 Uhr erreichte die Rettungsleitstelle aus der Videothek in der Lessingstraße der Notruf, dass es im Haus gegenüber brennt. Sieben Minuten später war die Freiwillige Feuerwehr Apolda mit 18 Kameraden und vier Einsatzfahrzeugen vor Ort. Die Retter gingen zunächst von zwei Brandherden in dem großen Gebäude aus, da sowohl aus dem Keller als auch aus dem Obergeschoss am anderen Ende des Hauses Rauch nach außen drang. Der Verdacht, dass es auch unterm Dach brennt, bestätigte sich zum Glück nicht. Das große Treppenhaus und die weiträumigen Flure ließen den Qualm lediglich schnell aufsteigen.
Den Brand im Keller brachte die Feuerwehr schon nach wenigen Minuten unter Konrolle. "Die Bewohner des Nachbarhauses waren zu keiner Zeit in Gefahr", bestätigte Polizeiobermeister Thomas Rösner vor Ort. Was da im Keller in Flammen stand, rief bei Feuerwehr und Polizei Verwunderung hervor. Unrat hatte dort gebrannt, Altpapier, Pappe und jede Menge Sperrmüll. "Textilienreste aus der damaligen Strickerei befanden sich nicht darunter", sagte Wehrführer Ingo Knobbe. Der Keller habe eher den Eindruck einer wilden Mülldeponie erweckt.
Die Kripo ermittelt zurzeit zur Ursache des Brandes. Selbstentzündung könne ausgeschlossen werden, hieß es seitens der Apoldaer Polizei. Aus der Bevölkerung gebe es Hinweise auf Kinder, die in der Umgebung des Brandortes spielten. Ob diese aber mit dem Feuer in Verbidung stehen, ist noch unklar.
(Artikel von Jens Lehnert "Thüringer Allgemeine vom 17.06.2002)

 


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