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Müllhalde im Keller ging in Flammen auf
Ursache des Brandes an der Lessingstraße noch nicht geklärt
APOLDA.
Dichte Rauchschwaden durchzogen am Samstagnachmittag die Lessingstraße.
Beißender Geruch durchsetzte die Luft. Einige Passanten und Anwohner hielt
dies nicht davon ab, sich an der Einmündung der Louis-Braille Straße zu
postieren und den Einsatz gegenüber zu verfolgen. In dem seit Jahren leer
stehenden Gebäude, das früher eine Strickerei beherbergte, war Feuer ausgebrochen.
Um 14.09 Uhr erreichte die Rettungsleitstelle aus der Videothek in der
Lessingstraße der Notruf, dass es im Haus gegenüber brennt. Sieben Minuten
später war die Freiwillige Feuerwehr Apolda mit 18 Kameraden und vier
Einsatzfahrzeugen vor Ort. Die Retter gingen zunächst von zwei Brandherden
in dem großen Gebäude aus, da sowohl aus dem Keller als auch aus dem Obergeschoss
am anderen Ende des Hauses Rauch nach außen drang. Der Verdacht,
dass es auch unterm Dach brennt, bestätigte sich zum Glück nicht. Das große
Treppenhaus und die weiträumigen Flure ließen den Qualm lediglich schnell
aufsteigen.
Den Brand im Keller brachte die Feuerwehr schon nach wenigen Minuten unter
Konrolle. "Die Bewohner des Nachbarhauses waren zu keiner Zeit in Gefahr",
bestätigte Polizeiobermeister Thomas Rösner vor Ort. Was da im Keller in
Flammen stand, rief bei Feuerwehr und Polizei Verwunderung hervor. Unrat
hatte dort gebrannt, Altpapier, Pappe und jede Menge Sperrmüll. "Textilienreste
aus der damaligen Strickerei befanden sich nicht darunter", sagte
Wehrführer Ingo Knobbe. Der Keller habe eher den Eindruck einer wilden
Mülldeponie erweckt.
Die Kripo ermittelt zurzeit zur Ursache des Brandes. Selbstentzündung
könne ausgeschlossen werden, hieß es seitens der Apoldaer Polizei. Aus
der Bevölkerung gebe es Hinweise auf Kinder, die in der Umgebung des
Brandortes spielten. Ob diese aber mit dem Feuer in Verbidung stehen,
ist noch unklar.
(Artikel von Jens Lehnert "Thüringer Allgemeine vom 17.06.2002)
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