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Rauch im Bahnwagen zwang zur Notbremse
Feuerwehr fand in Regional-Express allerdings keinen Brandherd
APOLDA.
Für die Passagiere im zweiten Wagen des Regional Expresses 16308 war es
kein guter Morgen. Als der Zug aus Halle kommend und nach Eisenach fahrend
durch Apolda rollte, kam es drinnen aus noch ungeklärter Ursache zu einer
starken Rauchentwicklung.
Einer der Reisenden zog die Notbremse, ein anderer alarmierte über sein
Handy die Feuerwehr. Zwischen Bahnhof und Viadukt kam der Zug schließlich
zum Stehen. Zum Glück für die Feuerwehr - Löscharbeiten auf dem Viadukt
wären eine heikle Angelegenheit geworden. Die Freiwillige Feuerwehr
Apolda rückte mit acht Kameraden und drei Einsatzfahrzeugen an. Der
Schlauch wurde bis zum betroffenen Wagen gerollt und unter Wasser gesetzt,
kam aber letztendlich nicht zum Einsatz. Die Kameraden konnten weder Flammen
noch einen Brandherd entdecken. Der Qualm verzog sich auch wieder. Der
Regional-Express musste zudem nicht evakuiert werden. Dennoch blieb die
Feuerwehr auf dem Posten. So lange, bis der Zug in den Bahnhof zurücksetzte.
"Wir müssen abwarten, was passiert, wenn wieder Strom anliegt",
begründete Wehrleiter Ingo Knobbe. Die Bahn schickte eilends ihren
Notfallmanager mit dem Auto von Naumburg nach Apolda. Der gab schließlich
in Abstimmung mit dem zuständigen Bundesgrenzschutz den Zug wieder
frei. Er rangierte zurück auf den Apoldaer Bahnhof, wo die Reisenden
auf den nächsten Zug warten durften. Der Express mit dem defekten Wagen
wurde leer bis nach Erfurt gefahren. Dort wird der Wagen zurzeit noch
untersucht, um der Unfallursache auf die Spur zu kommen.
Als die Feuerwehr abrücken konnte, dürfte sich besonders Floriansjünger
Jörg Gemeinhardt gefreut haben. Denn der feierte mit den anderen Kameraden
gestern seinen 36. Geburtstag. Der Alarm am Morgen hatte ungeplant ein
gutes Frühstück beendet, das er zur Feier des Tages ausgab.
(Artikel von Klaus Jäger "Thüringer Allgemeine" vom 18.07.2002)
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