Beseitigung von Unwetterschäden
24.08.2002



 
Hagel und Gewitterguss: Viele Keller unter Wasser
Feuerwehren von Apolda und Umgebung waren voll beschäftigt


APOLDA.
Noch gestern waren die Spuren des heftigen Gewittergusses vom späten Samstagabend in Apolda unübersehbar: Der Steinweg hatte noch eine Schicht getrockneten Schlamm auf dem Belag und nicht nur entlang der Bachstraße häuften sich an den Ablaufschächten Laub, Steine und anderer Unrat, der nicht mehr ablaufen konnte.
Gegen 20.45 Uhr brach das Unwetter über den Großraum Apolda herein. Viele, die unter freiem Himmel feierten oder anderweitig unterwegs waren, flüchteten sich vor den Hagelkörnern unter schützende Dächer. Die Kanalisation konnte die anflutenden Wassermengen nicht mehr bewältigen. Die Folge davon war ein nahezu andauernd klingelndes Telefon in der Rettungsleitstelle. Die Apoldaer Feuerwehr mobilisierte alles, was Beine hatte. Unterstützung gab es von den Zottelstedter Kameraden. Die Liste der Einsätze lässt erahnen, wie müde die Floriansjünger in dieser Nacht in ihre Betten gefallen sein mussten: Keller in der Moskauer, Utenbacher und Hermstedter Straße, in der Bernhard-Prager-Gasse, der Berg-, Bach-, Rose- und Bernhardstraße standen unter Wasser. In der Leutloffstraße und im Ernst-Thälmann-Ring stürzte jeweils ein Baum um. Letzterer fiel auf ein geparktes Fahrzeug. "Verletzt wurde jedoch niemand", hieß es gestern auf TA-Nachfrage von der Apoldaer Polizei. Auch Verkehrsunfälle habe es während des Gewitters keine gegeben. Allerdings schlug noch der Blitz in einen Masten im Bereich der Kleingartenanalge Bismarckturm ein und setzte diesen in Brand.
Doch nicht nur die Apoldaer Feuerwehr hatte in der Nacht zu gestern alle Hände voll zu tun. Auch die Nachbargemeinden ilmabwärts suchte der Regenguss heim: die Niederroßlaer Feuerwehr rückte in ihrem Heimatort aus. In Wickerstedt ließ das Wasser eine Straße im Schlamm versinken, die Ortsfeuerwehr musste ran. Auch in Mattstedt gab es Schlamm-Alarm für die Kameraden: Betroffen war hier die Straße an der Poche. Die Einsätze dauerten bis etwa 23 Uhr. Dann rollten die letzten Fahrzeuge wieder in ihre Depots.
(Artikel von Michael Hock "Thüringer Allgemeine" vom 26.08.2002)

 



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