Einsatzübung in der Grundschule am "Schötener Grund"
25.04.2002



 

SCHAU: Als die Schüler die Übung als solche erkannten, verfolgten sie den Einsatz umso gespannter.

 



 
Drehleiter parkte mitten auf dem Schulhof
Feuerwehr Apolda übte gestern am Schötener Grund


APOLDA.
Gestern Vormittag, 10 Uhr. Alltag in der Grundschule am Schötener Grund. Ortrud Diefenbacher bereitet ihre erste Klasse gerade auf eine Arbeit vor. Plötzlich schrillt die Alarmglocke.
Da ist irgendwas passiert, fährt es der erfahrenen Lehrerin durch den Kopf. Sie lässt die Kinder aufstehen, ihre Jacken nehmen, antreten. Als letzte verlässt sie den Raum, blickt noch mal über die Klasse, ob auch keiner zurückgeblieben ist. Vor dem Schulgebäude zählt sie durch. Komplett. Die Prozedur wiederholt sie auf dem Stellplatz für Evakuierungen, während man schon die Martinshörner der Feuerwehr hören kann. Die Klasse ist vollzählig. Orturd Diefenbacher meldet das erleichtert ihrem Schulleiter. Erleichtert ist sie auch, als die erfährt, dass das Ganze nur eine Übung ist. Schulleiter Reinhard Thorau und Feuerwehr-Chef Ingo Knobbe waren die einzigen Eingeweihten. Beide waren mit der Evakuierung zufrieden. Nur vier Minuten brauchten Schüler und Lehrer, um das Gebäude über den Hauptfluchtweg zu verlassen. Ein zweiter, der direkt auf den Hof führt, wurde gar nicht benötigt, war aber frei. Für Ingo Knobbe spielt die Evakuierungszeit nur eine untergeordnete Rolle. "Entscheidend ist", sagte er auf TA-Nachfrage, "dass bei unserem Eintreffen die Schule geräumt ist". Er ließ die Drehleiter als Rettungsmittel direkt über die einzige Zufahrt auf den Hof rollen und organisierte die Wasserentnahme von der Friedrich-Engels-Straße aus. "dass bei unserem Eintreffen die Schule geräumt ist."
"Es ist gut für uns, wenn wir so ein Objekt mal von innen kennenlernen", meinte Knobbe. Bei der Auswertung wurde vereinbart, dass die Feuerwehr Raumpläne von der Schule erhält. So können sich die Kameraden noch besser auf den Fall der Fälle vorbereiten.
Für die Kinder war die Übung natürlich eine tolle Show. Aber erst, als sie merkten, dass es eine Übung war. Die neunjährige Sarah Petri gab zu, "Schon ein bisschen Angst" gehabt zu haben. Den Alarm hat Sarah zunächst als Bohr-Geräusch identifiziert. Auch in ihrer, der dritten Klasse sorgte die Lehrerin schließlich dafür, das alles reibungslos ablief.
Artikel von Klaus Jäger "Thüringer Allgemeine" vom 26.04.2002)

 



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