Einsatzübung im Landratsamt
27.03.2002



 

GEPROBT: Mit Hilfe der Drehleiter stellte die Apoldaer Feuerwehr auf dem Hof des Landratsamtes einen weiteren Fluchtweg übers Dachgeschoss her. Von diesem musste bei der Einstzübung gestern aber niemand Gebrauch machen.

 


 
Dichter Rauch quillt aus Fenstern der Verwaltung
Feuerwehr und Kreis probten Ernstfall im Apoldaer Landratsamt


APOLDA.
Der Signalgeber über dem Haupteingang an der Bahnhofstraße blinkt in steten Intervallen. Aus den Eingängen und den Fenstern der Treppenhäuser quillt Rauch nach draußen. Die Amtsbelegschaft versammelt sich zügig, dennoch geordnet, auf dem Hof. Im selben Augenblick fährt die Feuerwehr mit drei Einsatzwagen vor. - Brandalarm im Landratsamt.
Dieses Szenario bot sich gestern Vormittag rund um den Zimmermannsbau. Kurz darauf fiel der Schrecken aber von Mitarbeitern und Rettern es handelte sich lediglich um eine Einsatzübung des Amtes. Punkt 9.41 Uhr ging der Alarm bei der Rettungsleitstelle ein. Meldung: Brandstifter haben am Haupteingang und im Treppenhaus des benachbarten Blocks C Feuer gelegt. "Damit sind die ausgewiesenen Hauptfluchtwege versperrt gewesen. Wir wollten überprüfen, wie sich die Mitarbeiter in solch einer Sitation verhalten", erläuterte der Sachgebietsleiter Brand- und Katastrophenschutz des Kreises, Steffen Schirmer, das Einsatzziel.
Zur Evakuierung des Amtskomplexes standen im Block A lediglich der Ausgang zum Hof sowie im Block C jener zur Dornburger Straße zur Verfügung. "Die Mitarbeiter haben die Lage ruhig gemeistert. Hektik kam nicht auf", sagte Christine Blumstengel, amtierende Leiterin des Haupt- und Personalamtes. Dennoch ließ der aufsteigende Rauch so manchen ernsthaft darüber nachdenken, ob nicht doch ein gravierender Ernstfall vorlag. Dass dieser nur geprobt wurde, wussten im Vorfeld lediglich die Verantwortlichen der Kreisverwaltung und die Wehrleitung der Freiwilligen Feuerwehr Apolda. Für den authentischen Qualm sorgten Vernebelungsgeräte. Die Kameraden gingen derweil mit aller im Brandfall gebotenen Eile und Gründlichkeit vor. Mit Hilfe der Drehleiter stellten sie einen weiteren Fluchtweg übers Dachgeschoss her, von dem allerdings niemand Gebrauch machen musste. 10.10 Uhr wurde der Einsatz beendet.
"Bei der Räumung des Hauses gab es im Verhalten der Mitarbeiter zwar noch kleinere Mängel. Das lässt sich jedoch abstellen", so Schirmer. So gelang es nicht jedem auf Anhieb, den richtigen Rettungsweg zu finden. Aber man lernt ja aus jeder Übung.
(Artikel von Jens Lehnert "Thüringer Allgemeine" vom 28.03.2002)

 



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