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Dichter Rauch quillt aus Fenstern der Verwaltung
Feuerwehr und Kreis probten Ernstfall im Apoldaer Landratsamt
APOLDA.
Der Signalgeber über dem Haupteingang an der Bahnhofstraße blinkt in
steten Intervallen. Aus den Eingängen und den Fenstern der Treppenhäuser
quillt Rauch nach draußen. Die Amtsbelegschaft versammelt sich zügig,
dennoch geordnet, auf dem Hof. Im selben Augenblick fährt die Feuerwehr
mit drei Einsatzwagen vor. - Brandalarm im Landratsamt.
Dieses Szenario bot sich gestern Vormittag rund um den Zimmermannsbau. Kurz
darauf fiel der Schrecken aber von Mitarbeitern und Rettern es handelte
sich lediglich um eine Einsatzübung des Amtes. Punkt 9.41 Uhr ging der
Alarm bei der Rettungsleitstelle ein. Meldung: Brandstifter haben am Haupteingang
und im Treppenhaus des benachbarten Blocks C Feuer gelegt. "Damit
sind die ausgewiesenen Hauptfluchtwege versperrt gewesen. Wir wollten überprüfen,
wie sich die Mitarbeiter in solch einer Sitation verhalten", erläuterte
der Sachgebietsleiter Brand- und Katastrophenschutz des Kreises,
Steffen Schirmer, das Einsatzziel.
Zur Evakuierung des Amtskomplexes standen im Block A lediglich der Ausgang
zum Hof sowie im Block C jener zur Dornburger Straße zur Verfügung. "Die
Mitarbeiter haben die Lage ruhig gemeistert. Hektik kam nicht auf", sagte
Christine Blumstengel, amtierende Leiterin des Haupt- und Personalamtes.
Dennoch ließ der aufsteigende Rauch so manchen ernsthaft darüber nachdenken,
ob nicht doch ein gravierender Ernstfall vorlag. Dass dieser nur geprobt
wurde, wussten im Vorfeld lediglich die Verantwortlichen der Kreisverwaltung
und die Wehrleitung der Freiwilligen Feuerwehr Apolda. Für den authentischen
Qualm sorgten Vernebelungsgeräte. Die Kameraden gingen derweil mit aller im
Brandfall gebotenen Eile und Gründlichkeit vor. Mit Hilfe der Drehleiter
stellten sie einen weiteren Fluchtweg übers Dachgeschoss her, von dem
allerdings niemand Gebrauch machen musste. 10.10 Uhr wurde der Einsatz
beendet.
"Bei der Räumung des Hauses gab es im Verhalten der Mitarbeiter zwar noch
kleinere Mängel. Das lässt sich jedoch abstellen", so Schirmer. So gelang
es nicht jedem auf Anhieb, den richtigen Rettungsweg zu finden. Aber man
lernt ja aus jeder Übung.
(Artikel von Jens Lehnert "Thüringer Allgemeine" vom 28.03.2002) |
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