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Sturmtief "Jeanette" suchte Krankenhaus-Areal heim
Feuerwehr und Gemeindearbeiter beseitigten gestern die Schäden
LANDKREIS.
Obwohl sich das Sturmtief "Jeanette" gestern bereits aus der Region Apolda
verabschiedete, hatten die Feuerwehrleute und Gemeindearbeiter hier noch alle
Hände voll zu tun. "Es gab zwar keine neuen Schäden, viele aus der vergangenen
Nacht wurden aber erst sichtbar, als es hell wurde", hieß es auf TA-Nachfrage
aus der Rettungsleitstelle. Gleich mehrfach führte der Weg der Feuerwehr
gestern auf das Gelände des Robert-Koch-Krankenhauses, sagte Stadtbrandinspektor
Ingo Knobbe. So mussten an der Haupteinfahrt die abgebrochenen Äste
einer Pappel heraus geschnitten und eine umgestürzte Fichte zerkleinert
werden. An der Einfahrt am Viadukt entfernten die Kameraden mit Hilfe der
Drehleiter eine andere umgefallene und verklemmte Pappel. Im Umfeld der
Kinderklinik entwurzelte "Jeanette" eine Reihe Nadelbäume. Die Feuerwehrmänner
schnitten die Gehölze daraufhin transportfähig.
In der Leutloffstraße 13 blockierte ein Baum die Einfahrt. Zudem hatte der
Sturm die Fensterscheiben eines leer stehenden Hauses Ecke Stobraer- und
Keßlerstraße zerbrochen. Die Scherben lagen zum Teil auf der Straße, andere
drohten sich noch aus den Rahmen zu lösen, so Knobbe.
Das letzte vergleichbar schwere Unwetter in Apolda war die Windhose, die vor
etwa acht Jahren die Promenade vorwüstete. Mussten die Kameraden seit Sonntag
Nachmittag bis gestern zu 34 Einsätzen ausrücken. So lag diese Zahl
seinerzeit laut Knobbe bei rund 200.
Etwas ruhiger ging es im Umland zu: "Bei uns mussten nur noch ein paar Äste
und umgeknickte Bäume beräumt werden", sagte Bad Sulzas Ordnungsamtsleiter
Gerd Weigend. Am Wochende allerdings habe der Sturm das Transparent der Bad
Sulzaer Musiktage über der Apoldaer Straße abgerissen und dabei auch einige
Autos beschädigt.
Auf der Saaleplatte fielen "Jeanette" mehrere Bäume, unter anderem auf dem
Wormstedter Sporplatz und zwischen Wormstedt und Pfuhlsborn, sowie Dachziegel
zum Opfer.
(Artikel von Michael Hock "Thüringer Allemeine" vom 29.10.2002)
Einsatz
Es müssen nicht immer Brände und Verkehrsunfälle sein. Auch beim
Sturmtief "Jeanette" bewiesen die Feuerwehren im Raum Apolda wieder
einmal, wie wichtig sie für das Gemeindewesen sind. Die acht Floriansjünger,
die gestern neben dem bei der Stadt Apolda angestellten Stadtbrandinspektor
Ingo Knobbe im Einsatz waren, erledigten ihre Arbeit
ausschließlich ehrenamtlich. Zum Teil opferten sie sogar ihren Urlaub
dafür, anderen wieder die Zufahrt zum Grundstück zu ermöglichen. Dabei
waren die beiden zurückliegenden Tage nicht gerade von Pappe. Am Sonntag
rückten die Kameraden um 15 Uhr aus, kamen gegen 21 Uhr wieder
zurück und mussten eine Stunde später schon wieder los. Der gestrige
Arbeitstag begann für die Drehleiterbesatzung gegen 8.30 Uhr. Und am
späten Nachmittag waren sie immer noch unterwegs.
(Artikel von Michael Hock "Thüringer Allgemeine" vom 29.10.2002) |
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