Beseitigung von Sturmschäden im Stadtgebiet
28.10.2002



 

SCHWINDELFREI: Thomas Schatz (l.), Jürgen Gemeinhardt und ihre Kollegen von der Apoldaer Feuerwehr mussten gestern noch einmal richtig ran, um die unerwünschten Folgen des Sturms zu beseitigen. Sie beseitigten unter anderem die abgebrochene Krone einer Weide, die dem Dach der Inneren Klinik an der Stobraer Straße zugesetzt hatte.

 


 
Sturmtief "Jeanette" suchte Krankenhaus-Areal heim
Feuerwehr und Gemeindearbeiter beseitigten gestern die Schäden


LANDKREIS.
Obwohl sich das Sturmtief "Jeanette" gestern bereits aus der Region Apolda verabschiedete, hatten die Feuerwehrleute und Gemeindearbeiter hier noch alle Hände voll zu tun. "Es gab zwar keine neuen Schäden, viele aus der vergangenen Nacht wurden aber erst sichtbar, als es hell wurde", hieß es auf TA-Nachfrage aus der Rettungsleitstelle. Gleich mehrfach führte der Weg der Feuerwehr gestern auf das Gelände des Robert-Koch-Krankenhauses, sagte Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe. So mussten an der Haupteinfahrt die abgebrochenen Äste einer Pappel heraus geschnitten und eine umgestürzte Fichte zerkleinert werden. An der Einfahrt am Viadukt entfernten die Kameraden mit Hilfe der Drehleiter eine andere umgefallene und verklemmte Pappel. Im Umfeld der Kinderklinik entwurzelte "Jeanette" eine Reihe Nadelbäume. Die Feuerwehrmänner schnitten die Gehölze daraufhin transportfähig.
In der Leutloffstraße 13 blockierte ein Baum die Einfahrt. Zudem hatte der Sturm die Fensterscheiben eines leer stehenden Hauses Ecke Stobraer- und Keßlerstraße zerbrochen. Die Scherben lagen zum Teil auf der Straße, andere drohten sich noch aus den Rahmen zu lösen, so Knobbe.
Das letzte vergleichbar schwere Unwetter in Apolda war die Windhose, die vor etwa acht Jahren die Promenade vorwüstete. Mussten die Kameraden seit Sonntag Nachmittag bis gestern zu 34 Einsätzen ausrücken. So lag diese Zahl seinerzeit laut Knobbe bei rund 200.
Etwas ruhiger ging es im Umland zu: "Bei uns mussten nur noch ein paar Äste und umgeknickte Bäume beräumt werden", sagte Bad Sulzas Ordnungsamtsleiter Gerd Weigend. Am Wochende allerdings habe der Sturm das Transparent der Bad Sulzaer Musiktage über der Apoldaer Straße abgerissen und dabei auch einige Autos beschädigt.
Auf der Saaleplatte fielen "Jeanette" mehrere Bäume, unter anderem auf dem Wormstedter Sporplatz und zwischen Wormstedt und Pfuhlsborn, sowie Dachziegel zum Opfer.
(Artikel von Michael Hock "Thüringer Allemeine" vom 29.10.2002)




Einsatz


Es müssen nicht immer Brände und Verkehrsunfälle sein. Auch beim Sturmtief "Jeanette" bewiesen die Feuerwehren im Raum Apolda wieder einmal, wie wichtig sie für das Gemeindewesen sind. Die acht Floriansjünger, die gestern neben dem bei der Stadt Apolda angestellten Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe im Einsatz waren, erledigten ihre Arbeit ausschließlich ehrenamtlich. Zum Teil opferten sie sogar ihren Urlaub dafür, anderen wieder die Zufahrt zum Grundstück zu ermöglichen. Dabei waren die beiden zurückliegenden Tage nicht gerade von Pappe. Am Sonntag rückten die Kameraden um 15 Uhr aus, kamen gegen 21 Uhr wieder zurück und mussten eine Stunde später schon wieder los. Der gestrige Arbeitstag begann für die Drehleiterbesatzung gegen 8.30 Uhr. Und am späten Nachmittag waren sie immer noch unterwegs.
(Artikel von Michael Hock "Thüringer Allgemeine" vom 29.10.2002)

 



Auch das Dach des Feuerwehr-Depots blieb nicht verschont.


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