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Drei Verletzte nach Brand im Krankenhaus
73-jährige Apoldaerin hat vermutlich im Bett geraucht
APOLDA.
Drei Verletzte sind die traurige Bilanz eines Brandes im Krankenhaus Apolda
in der Nacht zu gestern. Das Feuer war in einem Patientenzimmer in der Chirurgie
ausgebrochen.
Nach ersten Erkenntnissen hat eine 73-jährige Frau im Bett geraucht.
Um 1:14 Uhr löste der Rauchmelder in der Rettungsleitstelle und im Leitstand
des Krankenhaus zeitgleich automatisch Alarm aus. Dem raschen Eingreifen einer
Schwester und zweier Ärzte sei es zu verdanken, so Verwaltungschef Uwe Koch
gestern auf einer Pressekonferenz, dass das Feuer nicht um sich griff. Mit
Handfeuerlöschern hatten sie den Brand rasch unter Kontrolle - noch vor dem
Eintreffen der Feuerwehr. Beide Ärzte erlitten dabei Brandverletzungen und
sind zuzeit nicht einsatzbereit.
Das erste Fahrzeug der Feuerwehr traf acht Minuten nach Alarmauslösung am
Krankenhaus ein - insgesamt waren 20 Kameraden mit fünf Einsatzfahrzeugen vor
Ort. Damit wäre man für eine Evakuierung bereit gewesen, die jedoch nicht
notwendig war. Die Feuerwehrmänner sorgten für eine Entlüftung, damit der
Rauch aus Zimmer und Flur abziehen konnte. Die Patientin war bereits in
ärzticher Obhut.
Sie musste auf Grund ihrer schweren Verbrennungen intensiv-medizinisch betreut
werden, sagte Dr. Joachim Globitza, der Ärztliche Direktor des Krankenhauses.
Die Verletzungen waren lebensbedrohlich, so dass die Apoldaerin noch in der
Nacht mit dem Hubschrauber in die Fachklinik für Schwerbrandverletzte nach
Leipzig ausgeflogen werden musste.
Die Kripo Jena hat die Ermittlungen aufgenommen. Mittlerweile steht fest,
so Koch, dass sie den Schwesternnotruf, der technisch intakt war, nicht bedient
hat. Ob sie mit der Zigarette eingeschlafen sei oder schon bewusstlos war, als
das Feuer ausbrach, sind Spekulationen. Wenn sie im Bett rauchte, hat sie
mehrere Rauchverbote ignoriert. Zum einen ist im Krankenhaus ohnehin das
Rauchen verboten, zum anderen war es ihr medizinisch untersagt.
(Artikel von Klaus Jäger "Thüringer Allgemeine vom 09.07.2003)
Klinikbett stand in Flammen
73-jährige Raucherin schwer verletzt
Apolda. Nach einem selbst verursachten Brand im Robert-Koch-Krankenhaus
Apolda in der Nacht zum Montag schwebt eine 73 Jahre alte Patientin in
Lebensgefahr. Zudem seien zwei Ärzte verletzt worden, teilte das Krankenhaus
in Apolda (Kreis Weimarer Land) mit. Den vorläufigen Ermittlungen
zufolge hatte die Rentnerin aus Apolda entgegen ärztlicher Anordnung und
dem in der Klinik herrschenden Rauchverbot in ihrem Bett eine Zigarette
geraucht. Während des Brandes befanden sich 211 Patienten in der 230-
Betten-Klinik.
Entgegen ersten Meldungen der Polizei Jena musste während der Löscharbeiten
keine Station evakuiert werden. Nach Informationen des Sozialministeriums
erlitt die Frau großflächige Verbrennungen dritten Grades.
76 Prozent der Haut seien betroffen. Die Rentnerin wurde mit dem
Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Leipzig gebracht. Die
verletzten Ärzte, ein Kinderarzt und ein Internist, erlitten nach
Angaben der Apoldaer Klinikleitung massive Verbrennungen zweiten Grades
an den Armen, als sie der Frau erste Hilfe leisteten. Sie sind arbeitsunfähig.
Das Feuer war gegen 1.15 Uhr in der chirurgischen Abteilung des
Krankenhauses ausgebrochen. Der auf der Station installierte Rauchmelder
löste Alarm aus. Eine Schwester und die zwei Ärzte begannen,
das Feuer mit Handfeuerlöschern zu bekämpfen. Binnen acht Minuten sei
die Freiwillige Feuerwehr vor Ort gewesen, teilte das Krankenhaus mit.
Ein Übergreifen der Flammen auf andere Zimmer habe durch das schnelle
Eingreifen des Personals und der Feuerwehr verhindert werden können.
Den entstandenen Sachschaden bezifferte Klinik-Verwaltungsleiter Uwe
Koch auf etwa 20.000 Euro.
Unklar ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt, warum die Rentnerin den
Schwesternnotruf in ihrem Zimmer nicht betätigte. "Das Gerät war
funktionsfähig, die Patientin hatte es am Abend zuvor schon mehrfach
korrekt bedient", sagte der Verwaltungsleiter. Möglicherweise sei die
Frau mit der Zigarette eingeschlafen. Nach Angaben des Sozialministeriums
ist der Brand in Apolda der erste in einem Thüringer Krankenhaus seit
Jahren.
Das für 55 Millionen Euro neu gebaute Apoldaer Krankenhaus hat erst im
vergangenen Dezember seinen Betrieb aufgenommen. Es ist nach eigenen
Angaben mit einem hochmodernen elektronischen Brandmeldesystem ausgestattet
(Artikel der Thüringer Landeszeitung vom 08.07.2003) |
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