Verkehrsunfall zwischen Apolda und Kleinromstedt
10.12.2003



 
Zwei Tote bei Verkehrsunfall

Ein Mann und eine Frau starben gestern gegen 21 Uhr zwischen Kleinromstedt und Apolda ein Auto beim Aufprall auf einen Baum buchstäblich zerissen wurde. Ein Mitfahrer wurde dabei schwer verletzt. Die Unfallursache ist unklar.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 11.12.2003)

 




 
Zerschellt am Baum!
In diesem Wrack starben bei Apolda Bruder und Schwester


Apolda - Die Polizisten, die zuerst an der Unfallstelle eintrafen, glaubten, dass da zwei Autos verunglückt waren. Doch es war nur eines ...
Der VW Passat war völlig zerfetzt. In zwei Teile zerborsten - durch die unglaubliche Wucht des Aufpralls gegen den Ahornbaum. Es war 21.10 Uhr. In dem VW sitzen Hartmut W. (26), sein Bruder Wolfgang (19) und die kleine Schwester Dorothee (17). Sie waren in Hartmuts ehemaliger Wohnung in Jena gewesen hatten noch gemalert, die letzten Fotos und Familienunterlagen mitgenommen. Vor einem Monat war der Mann mit seiner Freundin Jana B. (23) von Jena nach Apolda gezogen. Hartmut gibt Gas auf der Landstraße. Er kommt in eine Rechtskurve, plötzlich verliert er die Kontrolle über den Wagen. Das Auto schleudert gegen den Baum, zerfetzt in zwei Teile.
Autofahrer alarmieren die Polizei, Notarzt und Feuerwehr rasen zum Unfallort. Doch für Hartmut und seine Schwester kommt jede Hilfe zu spät, sie sind beide tot. Wolfgang W. ist lebensgefährlich verletzt, liegt in der Uni-Klinik Jena.
(Artikel von M. Mecklelein "Bildzeitung" vom 12.12.2003)



Erschütternder Unfall lässt Fragen offen
Polizei hofft auf Hinweise von Kraftfahrern


APOLDA.
Offenbar einer erheblichen Geschwindigkeits-Überschreitung ist der tragische Unfall mit geschuldet, bei dem Mittwoch Abend zwischen Kleinromstedt und Apolda zwei junge Menschen ums Leben kamen. "Das Fahrzeug hatte beim Aufprall noch so viel Energie, dass es sich förmlich um den Baum wickelte und in zwei Hälften zerbrach. Das ist selbst bei einem Tempo von 100 Stundenkilometern eher nicht möglich", sagte gestern Peter Oertel, Leiter der Verkehrspolizei in Hermsdorf.
Winterliche Straßenverhältnisse kommen nach aktuellem Ermittlungsstand als Unfallursache nicht in Frage. "Die Straße war zu der Zeit nicht glatt", so Oertel. Auch Hinweise, dass Alkohol im Spiel war, gebe es nicht. Der 26-jährige Fahrer und die 17-jährige Insassin, die bei dem Unfall starben, sowie der 19-jährige schwerverletzte Beifahrer waren Geschwister. Alle drei stammen aus Jena. Der 26-jährige wollte sich in Apolda ansiedeln und war dabei, hier eine Wohnung zu renovieren. Vermutlich war er an dem Unglücksabend mit seinen Geschwistern auf dem Weg in die neue Wohnung. Der 19-jährige Bruder, der mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Jenaer Klinikum gebracht wurde, schwebt offenbar nicht mehr in aktuer Lebensgefahr.
Um die genauen Umstände zu klären, weshalb der VW aus der Rechtskurve getragen wurde und gegen den Baum prallte, bittet die VPI um Hinweise. Die Hoffnungen der Polizei ruhen auf Aussagen von Kraftfahrern, die Mittwoch zwischen 21 und 21.20 Uhr auf der Straße zwischen Isserstedt und Apolda unterwegs waren. Dabei soll auch geklärt werden, ob womöglich ein Fahrzeug im Gegenverkehr den Unfall mitverursachte.
(Artikel von "Thüringer Allgemeine" vom 12.12.2003)




Unfall fordert die Ermittler


APOLDA.
Den Hergang des erschütternden Verkehrsunfalls, bei dem am Mittwochabend nahe Apolda zwei junge Menschen ums Leben kamen, konnte die Polizei noch nicht eindeutig bestimmen. Zwar scheint klar, dass der VW zwischen Kleinromstedt und der Kreisstadt viel zu schnell fuhr, die Straße nicht überfroren und zudem kein Alkohol im Spiel war. Allerdings ist zum Beispiel noch unbeantwortet, ob womöglich ein Fahrzeug im Gegenverkehr den Unfall mitverursachte. "Am Unfallort gibt es keine Spurenbilder mehr, die auf ein Ausweichen oder Schleudern des Unfallwagens schließen lassen", sagte gestern Peter Oertel, Leiter der Verkehrspolizei Jena.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 12.12.2003)

 


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