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Zerschellt am Baum!
In diesem Wrack starben bei Apolda Bruder und Schwester
Apolda - Die Polizisten, die zuerst an der Unfallstelle eintrafen, glaubten,
dass da zwei Autos verunglückt waren. Doch es war nur eines ...
Der VW Passat war völlig zerfetzt. In zwei Teile zerborsten - durch die
unglaubliche Wucht des Aufpralls gegen den Ahornbaum.
Es war 21.10 Uhr. In dem VW sitzen Hartmut W. (26), sein Bruder Wolfgang (19)
und die kleine Schwester Dorothee (17). Sie waren in Hartmuts ehemaliger
Wohnung in Jena gewesen hatten noch gemalert, die letzten Fotos und Familienunterlagen
mitgenommen. Vor einem Monat war der Mann mit seiner Freundin
Jana B. (23) von Jena nach Apolda gezogen.
Hartmut gibt Gas auf der Landstraße. Er kommt in eine Rechtskurve, plötzlich
verliert er die Kontrolle über den Wagen. Das Auto schleudert gegen den Baum,
zerfetzt in zwei Teile.
Autofahrer alarmieren die Polizei, Notarzt und Feuerwehr rasen zum Unfallort.
Doch für Hartmut und seine Schwester kommt jede Hilfe zu spät, sie sind beide
tot. Wolfgang W. ist lebensgefährlich verletzt, liegt in der Uni-Klinik Jena.
(Artikel von M. Mecklelein "Bildzeitung" vom 12.12.2003)
Erschütternder Unfall lässt Fragen offen
Polizei hofft auf Hinweise von Kraftfahrern
APOLDA.
Offenbar einer erheblichen Geschwindigkeits-Überschreitung ist der tragische
Unfall mit geschuldet, bei dem Mittwoch Abend zwischen Kleinromstedt und
Apolda zwei junge Menschen ums Leben kamen. "Das Fahrzeug hatte beim Aufprall
noch so viel Energie, dass es sich förmlich um den Baum wickelte und in zwei
Hälften zerbrach. Das ist selbst bei einem Tempo von 100 Stundenkilometern
eher nicht möglich", sagte gestern Peter Oertel, Leiter der Verkehrspolizei
in Hermsdorf.
Winterliche Straßenverhältnisse kommen nach aktuellem Ermittlungsstand als
Unfallursache nicht in Frage. "Die Straße war zu der Zeit nicht glatt", so
Oertel. Auch Hinweise, dass Alkohol im Spiel war, gebe es nicht. Der 26-jährige
Fahrer und die 17-jährige Insassin, die bei dem Unfall starben, sowie der
19-jährige schwerverletzte Beifahrer waren Geschwister. Alle drei stammen
aus Jena. Der 26-jährige wollte sich in Apolda ansiedeln und war dabei, hier
eine Wohnung zu renovieren. Vermutlich war er an dem Unglücksabend mit seinen
Geschwistern auf dem Weg in die neue Wohnung. Der 19-jährige Bruder, der mit
lebensbedrohlichen Verletzungen ins Jenaer Klinikum gebracht wurde, schwebt
offenbar nicht mehr in aktuer Lebensgefahr.
Um die genauen Umstände zu klären, weshalb der VW aus der Rechtskurve getragen
wurde und gegen den Baum prallte, bittet die VPI um Hinweise. Die Hoffnungen
der Polizei ruhen auf Aussagen von Kraftfahrern, die Mittwoch zwischen
21 und 21.20 Uhr auf der Straße zwischen Isserstedt und Apolda unterwegs waren.
Dabei soll auch geklärt werden, ob womöglich ein Fahrzeug im Gegenverkehr
den Unfall mitverursachte.
(Artikel von "Thüringer Allgemeine" vom 12.12.2003)
Unfall fordert die Ermittler
APOLDA.
Den Hergang des erschütternden Verkehrsunfalls, bei dem am Mittwochabend
nahe Apolda zwei junge Menschen ums Leben kamen, konnte die Polizei noch
nicht eindeutig bestimmen. Zwar scheint klar, dass der VW zwischen Kleinromstedt
und der Kreisstadt viel zu schnell fuhr, die Straße nicht überfroren
und zudem kein Alkohol im Spiel war. Allerdings ist zum Beispiel
noch unbeantwortet, ob womöglich ein Fahrzeug im Gegenverkehr den Unfall
mitverursachte. "Am Unfallort gibt es keine Spurenbilder mehr, die auf
ein Ausweichen oder Schleudern des Unfallwagens schließen lassen", sagte
gestern Peter Oertel, Leiter der Verkehrspolizei Jena.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 12.12.2003)
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