Schwanenfang
15.07.2003



 

REISEFERTIG: Mit vereinten Kräften hievten Anwohner und Kameraden die Schwäne auf den Transporter.

 


 
Wehr half Schwänen zum neuen Zuhause
Vogelfamilie machte Station in Nauendorf

NAUENDORF.
Eine Schwanenfamilie auf Wanderschaft sorgte gestern im Apoldaer Ortsteil Nauendorf für allerhand Aufsehen. Am Vormittag watschelten die beiden erwachsenen Tiere und ihre vier Jungen quer durchs Dorf, um sich schließlich mitten auf der Fahrbahn des Mittelweges niederzulasen.
Um der geflügelten Verkehrshindernisse Herr zu werden fasste sich Martin Neumann ein Herz. Der couragierte Anwohner lockte die Vögel an den Straßenrand und zäunte sie auf einem Rasenstück ein. An der Apoldaer Feuerwehr war es dann am Nachmittag, den Tieren zu einem neuen Quartier zu verhelfen. Bisher waren die Schwäne am Heusdorfer Kalkteich zu Hause. "Offenbar fühlten sie sich durch die Angler dort gestört", meinte Ortsteil-Bürgermeister Günter Evert. Der gestrige Ausflug war nicht der erste. Erst vor kurzem musste die Feuerwehr den Tieren einen Weg durch ein Feld bahnen, um aus Richtung des Trockenwerkes wieder zum Teich zu gelangen. Ein anderes Mal tummelten sich die Wasservögel am Herressener Bach, gestern nun mitten in Nauendorf.
Das Einsatzgerät, mit dem Ingo Knobbe und Rainer Thieme von Apoldas Wehr ausrückten, nahm sich sehr speziell aus: ein Weißbrot zum Ködern, eine Beruhigungspaste, die Tierarzt Dr. Norbert Michel mitschickte sowie ein paar Decken. Als es ihnen ans Gefieder ging, zischten die Schwäne zwar bedrohlich. Letztendlich landeten aber alle sechs wohlbehalten auf der Ladefläche des Transporters. Damit ging´s zum neuen Zuhause der Schwäne an den Lohteich.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 16.07.2003)

 


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