| |
Wehr half Schwänen zum neuen Zuhause
Vogelfamilie machte Station in Nauendorf
NAUENDORF.
Eine Schwanenfamilie auf Wanderschaft sorgte gestern im Apoldaer Ortsteil
Nauendorf für allerhand Aufsehen. Am Vormittag watschelten die beiden
erwachsenen Tiere und ihre vier Jungen quer durchs Dorf, um sich schließlich
mitten auf der Fahrbahn des Mittelweges niederzulasen.
Um der geflügelten Verkehrshindernisse Herr zu werden fasste sich Martin
Neumann ein Herz. Der couragierte Anwohner lockte die Vögel an den Straßenrand
und zäunte sie auf einem Rasenstück ein. An der Apoldaer Feuerwehr war
es dann am Nachmittag, den Tieren zu einem neuen Quartier zu verhelfen. Bisher
waren die Schwäne am Heusdorfer Kalkteich zu Hause. "Offenbar fühlten sie sich
durch die Angler dort gestört", meinte Ortsteil-Bürgermeister Günter Evert.
Der gestrige Ausflug war nicht der erste. Erst vor kurzem musste die Feuerwehr
den Tieren einen Weg durch ein Feld bahnen, um aus Richtung des Trockenwerkes
wieder zum Teich zu gelangen. Ein anderes Mal tummelten sich die Wasservögel
am Herressener Bach, gestern nun mitten in Nauendorf.
Das Einsatzgerät, mit dem Ingo Knobbe und Rainer Thieme von Apoldas Wehr
ausrückten, nahm sich sehr speziell aus: ein Weißbrot zum Ködern, eine
Beruhigungspaste, die Tierarzt Dr. Norbert Michel mitschickte sowie ein
paar Decken. Als es ihnen ans Gefieder ging, zischten die Schwäne zwar
bedrohlich. Letztendlich landeten aber alle sechs wohlbehalten auf der
Ladefläche des Transporters. Damit ging´s zum neuen Zuhause der Schwäne an
den Lohteich.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 16.07.2003)
|
|