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Flammen im Heim
Brand im KiJuLa-Haus hinterließ schwere Schäden
GROSSOBRINGEN.
Ein Brand im Wohn- und Verwaltungsgebäude der Kinder und Jugendland
gGmbH (KiJu-La) Großobringen hat am Ostersamstag schwere
Schäden hinterlassen. Dach und Obergeschoss wurden von Flammen
und Löscharbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen. Verletzte
aber gab es keine. Mit Roland Schirmag hatte ein Großobringer
Feuerwehrmann gegen 15 Uhr die Rauchfahne aus einem Dachfenster
ziehen sehen. Er löste am Kindergarten Alarm für die Wehr aus
und setzte die Alarmierung über Polizei und Rettungsleitstelle in
Gang. Da das Gerätehaus neben dem Brandort liegt, waren die Kameraden
von Bürgermeister und Wehrleiter Siegfried Schatton im Nu
zur Stelle, die Stützpunktwehren Berlstedt und Buttelstedt nur
wenig später. Weil die Sauerstoffflaschen zur Neige gingen, wurden
schließlich auch die Heichelheimer nachalarmiert.
Schon im ersten Angriff hatten die Großobringer unter Atemschutz
das Gebäude durchsucht. Sie fanden den Brandherd im Obergeschoss
und einen Jungen in einer unteren Etage. Die übrigen Bewohner -
fünf Jugendliche - und die diensthabende Sozialarbeiterin hatten
das Haus gegen 14.45 Uhr verlassen, um nach Weimar ins Kino zu
fahren.
Binnen 20 Minuten fraß sich das Feuer von einem Zimmer im Obergeschoss
in den Dachstuhl. Da das Dach von innen mit Holz beplankt
war, fanden die Flammen viel Nahrung. Mehr als eine Stunde hatten
die Kameraden zu kämpfen und dabei zugleich die Lehmdecke im Hinterkopf,
die sich immer mehr mit Löschwasser voll sog. Dass sie am Ende
hielt, gehörte wie der verletzungsfreie Ausgang zum Glück an diesem
unglücklichen Feiertag. - Schon zu Pfingsten könnte es für KiJuLa
nun schwer werden, den Feiertagsdienst zu besetzen: Denn der letzte
Brand in diesem Haus hatte sich Weihnachten auf der gleichen Etage
ereignet.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 22.04.2003)
Feuerwehr Apolda mit dem Gerätewagen Atemschutz-Strahlenschutz vor Ort.
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