Brand in Großobringen
19.04.2003


 

LUFTKAMPF: Von der Dehleiter aus legten Silvio Carnitz und Mathias Hage den brennenden Dachstuhl frei. Bürgermeister Siegfried Schatton (kl. Foto) leitete aus der Dachluke den Einsatz.

 


 
Flammen im Heim
Brand im KiJuLa-Haus hinterließ schwere Schäden


GROSSOBRINGEN.
Ein Brand im Wohn- und Verwaltungsgebäude der Kinder und Jugendland gGmbH (KiJu-La) Großobringen hat am Ostersamstag schwere Schäden hinterlassen. Dach und Obergeschoss wurden von Flammen und Löscharbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen. Verletzte aber gab es keine. Mit Roland Schirmag hatte ein Großobringer Feuerwehrmann gegen 15 Uhr die Rauchfahne aus einem Dachfenster ziehen sehen. Er löste am Kindergarten Alarm für die Wehr aus und setzte die Alarmierung über Polizei und Rettungsleitstelle in Gang. Da das Gerätehaus neben dem Brandort liegt, waren die Kameraden von Bürgermeister und Wehrleiter Siegfried Schatton im Nu zur Stelle, die Stützpunktwehren Berlstedt und Buttelstedt nur wenig später. Weil die Sauerstoffflaschen zur Neige gingen, wurden schließlich auch die Heichelheimer nachalarmiert.
Schon im ersten Angriff hatten die Großobringer unter Atemschutz das Gebäude durchsucht. Sie fanden den Brandherd im Obergeschoss und einen Jungen in einer unteren Etage. Die übrigen Bewohner - fünf Jugendliche - und die diensthabende Sozialarbeiterin hatten das Haus gegen 14.45 Uhr verlassen, um nach Weimar ins Kino zu fahren.
Binnen 20 Minuten fraß sich das Feuer von einem Zimmer im Obergeschoss in den Dachstuhl. Da das Dach von innen mit Holz beplankt war, fanden die Flammen viel Nahrung. Mehr als eine Stunde hatten die Kameraden zu kämpfen und dabei zugleich die Lehmdecke im Hinterkopf, die sich immer mehr mit Löschwasser voll sog. Dass sie am Ende hielt, gehörte wie der verletzungsfreie Ausgang zum Glück an diesem unglücklichen Feiertag. - Schon zu Pfingsten könnte es für KiJuLa nun schwer werden, den Feiertagsdienst zu besetzen: Denn der letzte Brand in diesem Haus hatte sich Weihnachten auf der gleichen Etage ereignet.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 22.04.2003)
Feuerwehr Apolda mit dem Gerätewagen Atemschutz-Strahlenschutz vor Ort.

 


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