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Großfeuer nährt Verdacht auf Brandstiftung
KLEINSCHWABHAUSEN.
Nach dem vierten Brand binnen weniger Wochen hat niemand in Kleinschwabhausen
mehr Zweifel: Hier zündelt jemand. Samstag Morgen gegen
2.30 Uhr war in einer Lagerhalle neben der Jungrinderaufzucht des
örtlichen Landwirtschaftsbetriebes Feuer ausgebrochen. Genau eine
Woche zuvor hatten Unbekannte auf dem gleichen Grundstück 3.30 Uhr
Stroh angezündet.
Diesmal traf der Brand die Firma ins Herz. Wurde der Schaden vor
Wochenfrist noch mit 15.000 Euro und unzähligen Arbeitsstunden beziffert,
geht er diesmal in die Hunderttausende. Stroh und Futtergetreide,
der gesamte Wintervorrat an Heu sowie eine angrenzende
Melkanalage wurden zerstört. "Auf dem Markt wird kein Stroh mehr
angeboten. Alle haben sich bereits bevorratet", sorgte sich ein
Arbeiter.
Beim Eintreffen der ersten Feuerwehren aus dem Ort und aus der Umgebung
schlugen den Einsatzkräften aus der 42 mal 21 mal 5 Meter
großen Lagerhalle vier Meter hohe Flammen entgegen. Das Eternitdach
(Wellasbest) zersprang durch die immense Hitze. Glutfetzen flogen
bis an die 40 Meter entfernte Hauptstraße und die dort gelegenen
Wohnhäuser. Deren Sicherung gehörte zu den ersten Aufgaben von
Ortsbrandmeister Manfred Seel und seinen Kameraden. Bis zu 60 Feuerwehrleute
aus Magdala, Großschwabhausen, Döbritschen, Apolda und
Bad Berka, ja sogar Schorba und Bucha waren im Einsatz.
Auch gestern trieb der Wind noch Rauch- und Wasserdampfschwaden
gen Osten. Erst 36 Stunden nach seinen Ausbruch war der Brand
vollständig gelöscht. Wieder waren alle Traktoren des Betriebes
im Einsatz, um das schwelende Heu und Stroh auf das Feld am
Hammerstedter Berg zu bringen, wo bereits vor Wochenfrist die
Glut ausgebreitet wurde. - "Wer weiß, was das für Arbeit macht,
der legt hier kein Feuer", schimpfte einer der Kameraden. Wehren
aus der Umgebung lösten sich bei der Brandwache ab.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 31.08.2003)
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