Scheunenbrand in Kleinschwabhausen
30.08.2003


 
Großfeuer nährt Verdacht auf Brandstiftung


KLEINSCHWABHAUSEN.
Nach dem vierten Brand binnen weniger Wochen hat niemand in Kleinschwabhausen mehr Zweifel: Hier zündelt jemand. Samstag Morgen gegen 2.30 Uhr war in einer Lagerhalle neben der Jungrinderaufzucht des örtlichen Landwirtschaftsbetriebes Feuer ausgebrochen. Genau eine Woche zuvor hatten Unbekannte auf dem gleichen Grundstück 3.30 Uhr Stroh angezündet.
Diesmal traf der Brand die Firma ins Herz. Wurde der Schaden vor Wochenfrist noch mit 15.000 Euro und unzähligen Arbeitsstunden beziffert, geht er diesmal in die Hunderttausende. Stroh und Futtergetreide, der gesamte Wintervorrat an Heu sowie eine angrenzende Melkanalage wurden zerstört. "Auf dem Markt wird kein Stroh mehr angeboten. Alle haben sich bereits bevorratet", sorgte sich ein Arbeiter.
Beim Eintreffen der ersten Feuerwehren aus dem Ort und aus der Umgebung schlugen den Einsatzkräften aus der 42 mal 21 mal 5 Meter großen Lagerhalle vier Meter hohe Flammen entgegen. Das Eternitdach (Wellasbest) zersprang durch die immense Hitze. Glutfetzen flogen bis an die 40 Meter entfernte Hauptstraße und die dort gelegenen Wohnhäuser. Deren Sicherung gehörte zu den ersten Aufgaben von Ortsbrandmeister Manfred Seel und seinen Kameraden. Bis zu 60 Feuerwehrleute aus Magdala, Großschwabhausen, Döbritschen, Apolda und Bad Berka, ja sogar Schorba und Bucha waren im Einsatz. Auch gestern trieb der Wind noch Rauch- und Wasserdampfschwaden gen Osten. Erst 36 Stunden nach seinen Ausbruch war der Brand vollständig gelöscht. Wieder waren alle Traktoren des Betriebes im Einsatz, um das schwelende Heu und Stroh auf das Feld am Hammerstedter Berg zu bringen, wo bereits vor Wochenfrist die Glut ausgebreitet wurde. - "Wer weiß, was das für Arbeit macht, der legt hier kein Feuer", schimpfte einer der Kameraden. Wehren aus der Umgebung lösten sich bei der Brandwache ab.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 31.08.2003)

 


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