Gartenlaubenbrand am Morzartweg
03.11.2004



 

SCHNELL: Obwohl sie gleich zur Stelle war, konnte die Feuerwehr einen Totalschaden nicht mehr verhindern.

 


 
Gartenlaube abgebrannt
Polizei geht von Branstiftung aus und hat schon einen Verdächtigen


APOLDA.
Gerade zum "richtigen" Zeitpunkt brannte am Mittwoch Abend eine Gartenlaube am Mozartweg. Als die Freiwillige Feuerwehr Apolda der Gruppenalarm erreichte, waren 27 Kameraden im Depot - sie hatten die wöchentliche Ausbildung gerade abgeschlossen. Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe ließ einen ganzen Löschzug ausrücken.
Auch der Rettungswagen war unterwegs. Der Anrufer, der um 20.25 Uhr den Brand der Rettungsleitstelle meldete, vermutete noch eine Person in dem brennenden Gartenhäuschen. Obwohl die Feuerwehr schnell wie selten war, wird sich die knapp zehn Quadratmeter große Laube kaum noch reparieren lassen, schätzt Knobbe ein. Menschen waren bei dem Brand nicht in Gefahr, so der Stadtbrandinspektor.
Die Drehleiter und das zweite Tanklöschfahrzeug kamen überhaupt nicht zum Einsatz und konnten gleich wieder zurück ins Depot fahren. Ein Mann war dennoch am Brandort und machte sich verdächtig. Die Polizei vermutet, dass er den Brand absichtlich gelegt hat. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Jena aufgenomen. Auch Stadtbrandinspektor Knobbe ist sich sicher, dass bei diesem Brand nachgeholfen wurde. "Zu 99 Prozent kann ich einen technischen Defekt ausschließen," sagte er auf TA-Nachfrage. Der Besitzer der Gartenlaube ist ermittelt, die Höhe des Sachschadens kann allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 05.11.2004)

 




 
21-Jähriger setzte Hütte seines Onkels in Brand

WEIMAR.
Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass am Apoldaer Mozartweg eine Gartenlaube niederbrannte. Obwohl die Kameraden der Freiwiligen Feuerwehr am Abend des 3. November 2004 mit ihrem ganzen Löschzug so schnell wie selten erschienen, weil sie gerade zu ihrer Schulung versammelt waren, konnten sie das Gebäude nicht mehr retten. Ein Mensch kam dabei zum Glück nicht zu Schaden. Wohl aber machte sich ein junger Mann am Brandort verdächtig.
Eben dieser Mann, der 22-jährige Steve Sch., war gestern vor dem Weimarer Schöffengericht der Brandstiftung angeklagt. Eigentümer der knapp zehn Quadramteter großen Laube war sein Onkel, an dem er sich, nach eigenen Angaben, wegen sexueller Übergriffe rächen wollte. Sch., mehrfach vorbestrafter Maler mit einer abgebrochenen Ausbildung, trank damals regelmäßig und stand auch zur Tatzeit unter Alkoholeinfluss. Er habe das Feuer gelegt, gab Schl. unumwunden zu, allerdings habe er danach auch die Feuerwehr und Polizei benachrichtigt.
Da kein Mensch in der Hütte war, kam Sch. um eine Verurteilung wegen schwerer Brandstiftung herum. Das Weimarer Schöffengericht sprach dennoch in seinem Urteil ein Jahr und zwei Monate Haft auf zwei Jahre Bewährung und die Verpflichtung zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit aus.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom November 2005)

 


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