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21-Jähriger setzte Hütte seines Onkels in Brand
WEIMAR.
Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass am Apoldaer Mozartweg eine Gartenlaube
niederbrannte. Obwohl die Kameraden der Freiwiligen Feuerwehr am Abend des 3. November 2004
mit ihrem ganzen Löschzug so schnell wie selten erschienen, weil sie gerade zu ihrer
Schulung versammelt waren, konnten sie das Gebäude nicht mehr retten. Ein Mensch kam dabei zum
Glück nicht zu Schaden. Wohl aber machte sich ein junger Mann am Brandort verdächtig.
Eben dieser Mann, der 22-jährige Steve Sch., war gestern vor dem Weimarer Schöffengericht
der Brandstiftung angeklagt. Eigentümer der knapp zehn Quadramteter großen Laube war
sein Onkel, an dem er sich, nach eigenen Angaben, wegen sexueller Übergriffe rächen wollte.
Sch., mehrfach vorbestrafter Maler mit einer abgebrochenen Ausbildung, trank damals
regelmäßig und stand auch zur Tatzeit unter Alkoholeinfluss. Er habe das Feuer gelegt,
gab Schl. unumwunden zu, allerdings habe er danach auch die Feuerwehr und Polizei
benachrichtigt.
Da kein Mensch in der Hütte war, kam Sch. um eine Verurteilung wegen schwerer Brandstiftung
herum. Das Weimarer Schöffengericht sprach dennoch in seinem Urteil ein Jahr und zwei
Monate Haft auf zwei Jahre Bewährung und die Verpflichtung zu 100 Stunden
gemeinnütziger Arbeit aus.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom November 2005) |
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