Tierrettung
08.03.2004



PATIENT: "Vogelvater" Günter Leitert (l.)
wird die Saatkrähe in seiner Voliere
aufpäppeln.
 
Saatkrähe unter Tage
Günter Leitert will den verletzten Vogel hochpäppeln


APOLDA.
Eine spannende Rettungsaktion erlebten gestern Passanten zwischen der Straße des Friedens und der Marktpassage. Eine verletzte Saatkrähe, die das Bett des Herressener Bachs offenbar nicht mehr verlassen konnte, sollte schonend eingefangen werden.
TA hatte das Ordnungsamt auf den hilflosen Vogel aufmerksam gemacht. Dort machte sich postwendend Günter Leitert auf den Weg. Der Mitarbeiter des Ordnungsamtes kümmert sich in seiner Freizeit seit Jahren um solche gefiederten Findlinge. Bislang päppelte er zu Hause in seiner Voliere vornehmlich Falken auf. Im November 2001 stieß nach einer ähnlichen Rettungsaktion erstmals auch eine Waldohreule zu seinen "Pensionsgästen". Die Saatkrähe machte es ihrer Ambulanz gestern allerdings so schwer wie möglich. Als ihr Leitert zu nahe kam, zog sie sich verängstigt in die Bach-Unterführung zurück. "Ich musste dann die Feuerwehr rufen, anders wären wir nicht mehr an das Tier herangekommen", erzählte er. Mit Steckleiterteilen und Gummistiefeln schafften es die Rettungskräfte, zur verunsicherten Krähe vorzudringen und sie schließlich auch einzufangen.
Sie habe eine Verletzung an einem der Flügel und deshalb nicht mehr hochfliegen können, erklärt Leitet. "Ich nehme sie jetzt mit zu mir nach Hause und päpple sie in meiner Voliere wieder hoch - fressen tut sie zum Glück ja."
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 09.03.2004)

 


zurück zur vorherigen Seite