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Feuerwehr stand vor verschlossener Tür
Im Kunsthaus glücklicherweise nur Fehlalarm
APOLDA.
Sonntag, 3.32 Uhr. Einige Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Apolda
sind gerade wieder in den Schlaf gesunken, nachdem sie bei einem
Verkehrsunfall Hilfe leisteten. Duchdringend klingt der Piepser: Ein
Sammelruf reißt alle wieder hoch. Die Brandmeldeanlage des Apoldaer
Kunsthauses hat angeschlagen. Sieben Minuten nach dem Alarm steht Wehrleiter
Ingo Knobe mit dem Einsatzleiterfahrzeug vor dem - um diese Zeit
natürlich verschlossenen - Kunsthaus. Allerdings kommt er nicht rein, und
das ist in den Rettungsplänen so nicht vorgesehen. Glücklicherweise war
es nur ein technischer Defekt. Im Brandfall allerdings würden die Kameraden
nicht auf den Wachdienst warten, sondern sich zur Not auch gewaltsam
Zutritt verschaffen. Warum die Feuerwehr am Sonntag früh außen vor blieb,
wird im Landratsamt gerade recherchiert.
Bilder waren nie in Gefahr
Feuerwehr hätte Sachwerte retten können /
Alarmmeldeanlage im Apoldaer Kunsthaus blieb bis zur letzten Minute scharf
APOLDA.
Für die wertvollen Bilder im Apoldaer Kunsthaus hat nicht eine Minute
Gefahr bestanden. Zwar kam die Feuerwehr bei einer Alarmierung am Sonntag
nicht in das Gebäude, hätte aber dennoch jederzeit die Sachwerte retten
können, ergaben Recherchen des Landratsamtes.
"Die Brandmeldeanlage hat genauso gut funktioniert wie die Alarmanlage",
bestätigte Pressesprecherin Silke Schmidt. Dass es dennoch zu einer Fehlalarmierung
gekommen sei, ist bei einer hoch sensibel eingestellten Anlage
keine Seltenheit - im Kunsthaus war es allerdings das erste Mal.
Die einzige wirkliche Panne bei dem Vorfall: Der Code zum Entschärfen
der Alarmanlage fehlte der Feuerwehr. So konnte sie zwar theoretisch
ins Gebäude, hätte aber praktische einen Alarm ausgelöst. Im Brandfall
hätte das ohnehin keine Rolle gespielt. Weil man aber schon einschätzen
konnte, das es nur eine Fehlauslösung war, konnten weitere Schritte
unterbleiben. Die Informationen zum Entschärfen der Alarmanlage, so
Silke Schmidt weiter, können inzwischen wieder von den Rettungskräften
genutzt werden.
Für alle größeren Objekte existieren bei der Freiwilligen Feuerwehr
entsprechende Alarmpläne. Diese beinhalten vor allem technische
Informationen. Rettungswege und -zufahrten, Wasseranschlüsse und
Sprinkleranlagen, aber auch bauliche Details, wie etwa der Verlauf von
tragenden Wänden oder Balken sind darin akribisch verzeichnet. Bei
regelmäßigen Einsatzübungen - wie am Hotel, am Krankenhaus, am Landratsamt
oder auch in Unternehmen werden die Unterlagen aktualisiert. |
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