Munitionsfund in der Herressener Promenade
18.09.2004



 

MUNITION: Angler entdeckten im Schlamm des Herressener Baches eine Handgranate und einen Patronengurt.

 


 
Granate im Bachbett
Beim Säubern des Teichzulaufs stießen Angler auf Bundeswehr-Munition


Eine unangenehme Überraschung erwartete am Samstag Morgen die Mitglieder des Apoldaer Kreisfischereivereins: Beim Reinigen des Zulaufes zum Lohteich stießen sie am Rand des Herressener Baches plötzlich auf alte Munition.

APOLDA.
Halb im Uferschlamm verborgen ließen sich der Patronengurt eines Maschinengewehrs und eine Handgranate erkennen. Die Angler alarmierten um 8.30 Uhr die Apoldaer Polizei, die sofort die Fundstelle von der Promenade her absicherte. Parallel dazu wurde die Nordhäuser Firma Tauber Kampfmittelbeseitigung Thüringen zur sachgerechten Bergung der Munition angefordert. Truppführer Horst Stoy und sein Kollege Jürgen Wolter, die knapp zwei Stunden später in der Promenade eintrafen, erledigten ihre Arbeit zügig. Gegen 11.30 Uhr waren sie bereits wieder mit den Fundstücken auf dem Heimweg. "Es handelt sich um gegurtete Infanteriemunition und eine Übungsgranate", bestätigte Stoy gegenüber TA. Letztere besaß zwar noch ihren Zünder, war jedoch innen leer, so dass keine Explosionsgefahr bestand. Die Munition stammt zweifelsfrei aus Beständen der Bundeswehr. Dass die Bachufer als Versteck für die Muniton dienen sollte, bezweifelten die Spezialisten. Es sehe eher danach aus, so der Truppführer, als ob ein Bundeswehrsoldat widerrechtlich Kampfmittel mit nach Hause genommen habe, sie dann aber schnell loswerden wollte. Die Fund-Munition kommt nun auf den Sprengplatz nach Wernrode. "Dort wird sie im Ofen verbrannt", erläuterte Stoy das weitere Vorgehen.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 20.09.2004)

 


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