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Granate im Bachbett
Beim Säubern des Teichzulaufs stießen Angler auf Bundeswehr-Munition
Eine unangenehme Überraschung erwartete am Samstag Morgen die Mitglieder
des Apoldaer Kreisfischereivereins: Beim Reinigen des
Zulaufes zum Lohteich stießen sie am Rand des Herressener Baches
plötzlich auf alte Munition.
APOLDA.
Halb im Uferschlamm verborgen ließen sich der Patronengurt eines
Maschinengewehrs und eine Handgranate erkennen. Die Angler alarmierten
um 8.30 Uhr die Apoldaer Polizei, die sofort die Fundstelle von der
Promenade her absicherte. Parallel dazu wurde die Nordhäuser Firma
Tauber Kampfmittelbeseitigung Thüringen zur sachgerechten Bergung der
Munition angefordert. Truppführer Horst Stoy und sein Kollege Jürgen
Wolter, die knapp zwei Stunden später in der Promenade eintrafen,
erledigten ihre Arbeit zügig. Gegen 11.30 Uhr waren sie bereits
wieder mit den Fundstücken auf dem Heimweg. "Es handelt sich um
gegurtete Infanteriemunition und eine Übungsgranate", bestätigte
Stoy gegenüber TA. Letztere besaß zwar noch ihren Zünder, war
jedoch innen leer, so dass keine Explosionsgefahr bestand. Die
Munition stammt zweifelsfrei aus Beständen der Bundeswehr. Dass
die Bachufer als Versteck für die Muniton dienen sollte,
bezweifelten die Spezialisten. Es sehe eher danach aus, so der
Truppführer, als ob ein Bundeswehrsoldat widerrechtlich Kampfmittel
mit nach Hause genommen habe, sie dann aber schnell loswerden wollte.
Die Fund-Munition kommt nun auf den Sprengplatz nach Wernrode. "Dort
wird sie im Ofen verbrannt", erläuterte Stoy das weitere Vorgehen.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 20.09.2004) |
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