Reinigungsarbeiten am Bismarckturm
23.04.2004



 
Sauber fürs Jubiläum

Was Tauben über Jahre im Bismarckturm hinterließen, entfernten seit gestern Kameraden der Apoldaer Feuerwehr. Zu seinem 100. Geburtstag erhält der Turm innen eine Grundreinigung.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 24.04.2004)

 




 
100. Jubiläum am Apoldaer Bismarckturm
Turm wieder frei begehbar


Apolda. Seit reichlich einem Jahr wurde über das bevorstehende Jubiläum des am 25.09.1904 geweihten Turms geschrieben. Die meiste Arbeit damit hatte allerdings die Apoldaer Feuerwehr, die mit einer Grundreinigung dem (Tauben-)Dreck der zurückliegenden Jahre zu Leibe rückte. Dem folgten Apoldaer Betriebe, die mit der Sanierung, den Elektroarbeiten, der Sicherheit im Turm und der Gestaltung der 93 Stufen zur Aussichtsplattform, dem Nachziehen der Inschrift "Bismarck" und dem Anbringen einer im Internet ersteigerten Reliefplatte beauftragt wurden. Gut 20.000 Euro flossen so durch Leistungen und Aktivitäten ein. Interessant: Bereits die Apoldaer Handwerksfirma Hornbogen war vor 100 Jahren am Bau beteiligt, der Urenkel, der heute die Firma führt, legte in diesen Tagen mit Hand an. Das Interesse und die über viele Jahre angestaute Neugierde, wie es wohl im Turminneren ausschaut und wie der Blick vom 24 Meter hohen Turm über die Stadt sein mag, führte zu hunderten Besuchern am vergangenen Samstag. Der Stau im Treppenhaus nach der Eröffnung war so zusagen vorprogrammiert. Letztmalig war der Blick 1994 möglich.
Konrad Heinemann sprach stellvertretend für den Bürgermeister der Stadt Apolda Worte des festlichen Gedenkens und warf einen Blick zurück in die Geschichte des Turmes, die zugleich auch fünf unterschiedliche Gesellschaftsordnungen in Deutschland berührte. Ein Nachfahre des Fürsten von Bismarck übersandte ein Grußwort.
Der Turm soll donnerstags (nach Anmeldung für Gruppen) und am Wochenende tagsüber frei begehbar sein.

 


zurück zur vorherigen Seite