Großübung am Amselberg - Niedersynderstedt
23.09.2004





 
Katastrophe am Amselberg
Großübung rief rund 150 Kameraden nach Niedersynderstedt


NIEDERSYNDERSTEDT.
Ein Brand in der Firma Metecno am Amselberg von Niedersynderstedt hatte am Samstag eine Katastrophen-Szenario zur Folge: Die Rauchschwaden zogen über die Autobahn, Gaffer wurden in einen Unfall mit 30 Verletzten verwickelt. Auch drei vermisste Menschen mussten die eilig über die Leitstelle informierten Wehren suchen und zudem die Gefahr im Auge behalten, die von einem Unfallfahrzeug auszugehen drohte: In ihm wurden gefährliche radiologische Stoffe vermutet.
All dies, auch der Brand in der Fabrik als Auslöser, gehörte zu einer streng geheim gehaltenen Großübung des Sachgebietes für Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamtes. Der Ort wurde nicht von ungefähr gewählt: Bei Metecno werden unter Einsatz von Dämmstoffen Verbundelemente für den Bau aus Stahl und Aluminium gefertigt, zudem befindet sich ein Tanklager auf dem Gelände. Für den Einsatzort sprach zudem, dass zugleich die Zusammenarbeit der Wehren aus dem Weimarer Land und dem Saale-Holzland Kreis getestet werden konnte. Denn neben den zuerst gerufenen Kameraden aus Blankenhain kamen auch Wehren aus Bucha, Schorba und Milda zur Einsatzübung. Sie wurden von den Freiwilligen aus Magdala und Keßlar unterstützt, speziell für die Wasserversorgung kamen auch die Mellinger auf den Amselberg. Um eine "Katastrophe" zu verhindern, beteiligten sich Weimarer Kameraden mit dem Gefahrgutzug, alarmiert wurde überdies der ABC-Erkundungskraftwagen. Neben einer technischen Einsatzleitung kam auch der Leitende Notarzt an den vermeintlichen Unglücksort - zur medizinischen Erstversorgung der rund 30 "verletzten" Statisten.
Bis auf kleinere Schwachstellen, die er vom Alarm bis zum Ende der Übung um punkt 12 Uhr mit weiteren Beobachtern wahrgenommen hat, war der zuständige Sahgebietsleiter Steffen Schirmer mit dem Vorghen der rund 150 Beteiligten äußerst zufrieden. Obwohl einzelne Einsatzentscheidungen nicht seine Zustimmung fanden, "hat alles sehr gut geklappt", lautete Schirmerīs Gesamt-Resümee. Eine sofortige, genauere Auswertung vor Ort ersparte er den Kameraden indes angsichts des Regenwetters, das die Übung begleitete.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 27.09.2004)

 


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