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"Hilfe, Apolda brennt!"
Feuerwehreinsatz beim Verbrennen von Gartenabfällen /
Aktion war übertrieben und genehmigt
Insgesamt 14 Mal wurde gestern die Rettungsleitstelle alarmiert - wegen
eines einzigen Feuers.
APOLDA.
"Hilfe, Apolda brennt!" So oder ähnlich müssen sich gestern Morgen die
14 Anrufer angehört haben, die über den Notruf die Feuerwehr über das
riesige Feuer informieren wollten, das lichterloh am Nordrand der Stadt
brannte. Viele Anrufe kamen aus den verschiedenen Stationen des Krankenhauses.
Von dort, am Südende der Stadt, sah es so aus, als würde es unmittelbar
neben der Lutherkirche brennen. Unheilvolle Erinnerungen an den
Brand des Kreisarchivs vor sechs Jahren wurden wach. Als erste meldeten
Polizisten den Brand hinter der Garagenanlage an der Nordstraße. Die unmittelbar
anrückende Feuerwehr indes fand einen Bürger vor, der seelenruhig
einen riesigen Haufen Gestrüpp abfackelte. Und: er hatte das Feuer
sogar beim Ordnungsamt angemeldet. Allerdings offenbar übertrieben, meinte
nicht nur Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe. Der Ast- und Baumschnitt war
auf einer Grundfläche von rund 20 mal 20 Metern aufgeschichtet und war
so hoch, dass die Flammen rund 15 Meter aus dem Haufen schlugen. "So einen
Berg kriegt manche Gemeinde nicht zum Osterfeuer zusammen", sagte Knobbe.
Aus einem Garten konnte das nie und nimmer kommen. Dennoch erschien der
Feuerwehr ein kontrolliertes Abbrennen weniger aufwändig als ein Löschen.
Weil auch lackierte Türen und ähnliches aufgeschichtet waren - dessen Verbrennen
Knobbe strikt untersagte -, wurde das Ordnungsamt angerufen. Dessen
Leiterin Sabine Froese informierte das Umweltamt. "Möglicherweise lag hier
eine Ordnungswidrigkeit vor", sagte sie. Doch während z.B. der Abstand
zu Gebäuden und ähnliches vorgeschrieben ist, gibt es zur Größe eines
solchen Feuers keine Vorschriften. - Die Feuerwehr hofft, dass diese
Aktion keine Nachahmer findet.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vomv 27.10.2004) |
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