Holzhaufenbrand am Katharinenweg
26.10.2004





 
"Hilfe, Apolda brennt!"
Feuerwehreinsatz beim Verbrennen von Gartenabfällen /
Aktion war übertrieben und genehmigt


Insgesamt 14 Mal wurde gestern die Rettungsleitstelle alarmiert - wegen eines einzigen Feuers.

APOLDA.
"Hilfe, Apolda brennt!" So oder ähnlich müssen sich gestern Morgen die 14 Anrufer angehört haben, die über den Notruf die Feuerwehr über das riesige Feuer informieren wollten, das lichterloh am Nordrand der Stadt brannte. Viele Anrufe kamen aus den verschiedenen Stationen des Krankenhauses. Von dort, am Südende der Stadt, sah es so aus, als würde es unmittelbar neben der Lutherkirche brennen. Unheilvolle Erinnerungen an den Brand des Kreisarchivs vor sechs Jahren wurden wach. Als erste meldeten Polizisten den Brand hinter der Garagenanlage an der Nordstraße. Die unmittelbar anrückende Feuerwehr indes fand einen Bürger vor, der seelenruhig einen riesigen Haufen Gestrüpp abfackelte. Und: er hatte das Feuer sogar beim Ordnungsamt angemeldet. Allerdings offenbar übertrieben, meinte nicht nur Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe. Der Ast- und Baumschnitt war auf einer Grundfläche von rund 20 mal 20 Metern aufgeschichtet und war so hoch, dass die Flammen rund 15 Meter aus dem Haufen schlugen. "So einen Berg kriegt manche Gemeinde nicht zum Osterfeuer zusammen", sagte Knobbe. Aus einem Garten konnte das nie und nimmer kommen. Dennoch erschien der Feuerwehr ein kontrolliertes Abbrennen weniger aufwändig als ein Löschen. Weil auch lackierte Türen und ähnliches aufgeschichtet waren - dessen Verbrennen Knobbe strikt untersagte -, wurde das Ordnungsamt angerufen. Dessen Leiterin Sabine Froese informierte das Umweltamt. "Möglicherweise lag hier eine Ordnungswidrigkeit vor", sagte sie. Doch während z.B. der Abstand zu Gebäuden und ähnliches vorgeschrieben ist, gibt es zur Größe eines solchen Feuers keine Vorschriften. - Die Feuerwehr hofft, dass diese Aktion keine Nachahmer findet.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vomv 27.10.2004)

 


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