Einsatzübung in der Schule "Am Nußberg"
27.04.2004



 

PROBE: Mit der Drehleiter rettete die Feuerwehr die fünf Jugendlichen gestern Abend aus dem verlassenen Schulhaus.

 


 
Altes Schulgebäude noch einmal im Dienst
Apoldas Feuerwehr übte am Nussberg


APOLDA.
Bis zu seinem Abriss ist das ehemalige Schulgebäude am Nussberg sichtlich dem Verfall preisgegeben. Gestern erfüllte der leer stehende Plattenbau wohl einen seiner letzten Dienste. Am frühen Abend diente er Apoldas Freiwilliger Feuerwehr als Kulisse für eine Übung. Das Szenario: Im Keller der Schule bricht ein Brand aus. Fünf Kinder, deren Rolle gestern vorab eingeweihte Jugendliche des Apoldaer Feuerwehr-Nachwuchses übernahmen, spielen im Gebäude. Das Feuer im Haus lässt das Haupttreppenhaus einstürzen. Die eingeschlossenen Kinder rufen vom vierten Obergeschoss aus um Hilfe. Zwei liegen mit Rauchvergiftung am Boden. Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe, der selbst mit Notstromaggregat und Nebelmaschine für den nötigen Rauch sorgte, alarmierte um 18.12 Uhr die Rettungsleitstelle. Sechs Minuten später bog das erste Einsatzfahrzeug auf den Schulhof. Fünf weitere folgten kurz darauf. 27 der insgsamt 42 aktiven Kameraden, über die Apoldas Wehr verfügt, waren im Einsatz. "Für einen Wochentag ist das eine sehr ordentliche Zahl", weiß Knobbe. Zuerst galt es für die Feuerwehrleute, die Kinder aus dem Haus zu bergen. Für die Verletzten wurde hierzu eine Trage auf den Korb der Drehleiter montiert. Als die Rettung im Gang war, begannnen auch die Löscharbeiten im Keller. Zusätzliche Hürde: Nahe an dem Brandherd waren Propangas-Flaschen deponiert, die aus dem Gebäude heraus mussten. Punkt 18.39 Uhr erhielt der Apoldaer Wehrführer die Meldung, das das Feuer gelöscht ist. Drei Minuten später,exakt eine halbe Stunde nach der Alarmierung hatten auch alle fünf Jugendlichen wieder festen Boden unter den Füßen.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 28.04.2004)

 


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