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"Nur noch eine Ruine"
Wut und Resignation nach Laubenbrand in der Goethesiedlung
Die Budelskis hatten sich gestern Morgen nach einer Feier gerade hingelegt,
als Sohn Christian den Brand der Nachbarlaube bemerkte. Sie konnte nicht
mehr gerettet werden.
APOLDA.
"Das ist nur noch eine Ruine. Das können wir alles wegreißen." Wut und
Enttäuschung klingt aus den Worten von Karl-Heinz Budelski (48). Seit über
fünfzig Jahren schon haben die Budelskis in der Goethesiedlung einen Garten,
inzwischen gar einen doppelten. Und während sie in der massiven Datsche
gerade in den Schlaf kamen, breitete sich nebenan rasend schnell ein Brand aus.
Sohn Christian alarmiert die Feuerwehr. Vater Karl-Heinz schließt den
Wasserschlauch an und besprengt die Nachbarlaube, damit sie nicht auch
noch Feuer fängt. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr können nicht
mehr viel tun. Zu schnell brennt das trockene Holz des DDR-Typenbaus.
Stunden später suchen Kriminalisten nach Spuren von Brandbeschleunigern.
Die Laube brannte von innen heraus, und das ziemlich schnell. Auch in
einem Nachbargarten sicherten sie Spuren und sind sich sicher: Hier waren
Einbrecher am Werk. Noch weitere Lauben in der Anlage standen offen - hier
wird geprüft, ob es sich ebenfalls um Einbrüche handelt. Die Ermittlungen
dauern zurzeit noch an.
Für Karl-Heinz Budelski spielt das keine Rolle mehr. Er hofft, dass er
von der Versicherung ein wenig Geld bekommt. Die vielen Stunden geopferter
Freizeit kann es aber dennoch nicht ersetzen.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 30.08.2004) |
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