Gartenlaubenbrand in der "Westsiedlung
29.08.2004



 

RUINE: Karl-Heinz Budelski vor der abgebrannten Laube.

 


 
"Nur noch eine Ruine"
Wut und Resignation nach Laubenbrand in der Goethesiedlung


Die Budelskis hatten sich gestern Morgen nach einer Feier gerade hingelegt, als Sohn Christian den Brand der Nachbarlaube bemerkte. Sie konnte nicht mehr gerettet werden.

APOLDA.
"Das ist nur noch eine Ruine. Das können wir alles wegreißen." Wut und Enttäuschung klingt aus den Worten von Karl-Heinz Budelski (48). Seit über fünfzig Jahren schon haben die Budelskis in der Goethesiedlung einen Garten, inzwischen gar einen doppelten. Und während sie in der massiven Datsche gerade in den Schlaf kamen, breitete sich nebenan rasend schnell ein Brand aus. Sohn Christian alarmiert die Feuerwehr. Vater Karl-Heinz schließt den Wasserschlauch an und besprengt die Nachbarlaube, damit sie nicht auch noch Feuer fängt. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr können nicht mehr viel tun. Zu schnell brennt das trockene Holz des DDR-Typenbaus. Stunden später suchen Kriminalisten nach Spuren von Brandbeschleunigern. Die Laube brannte von innen heraus, und das ziemlich schnell. Auch in einem Nachbargarten sicherten sie Spuren und sind sich sicher: Hier waren Einbrecher am Werk. Noch weitere Lauben in der Anlage standen offen - hier wird geprüft, ob es sich ebenfalls um Einbrüche handelt. Die Ermittlungen dauern zurzeit noch an.
Für Karl-Heinz Budelski spielt das keine Rolle mehr. Er hofft, dass er von der Versicherung ein wenig Geld bekommt. Die vielen Stunden geopferter Freizeit kann es aber dennoch nicht ersetzen.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 30.08.2004)

 


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