Mehrere Einsätze
06.12.2005



 
Mit Feuerwehr und Hubschrauber
Vier parallel laufende Einsätze forderten die Rettungskräfte gestern bis an die Grenze



Hochbetrieb für den Rettungsdienst. Weil gestern Morgen gleich vier Notfälle auf einmal koordiniert werden mussten, kam sogar die Freiwillige Feuerwehr Apolda zum Einsatz.

APOLDA.
Das Telefon in der Rettungsleitstelle wollte gar nicht mehr still stehen. Gestern zwischen 10.15 Uhr und 11.10 Uhr mussten ein Herzinfarkt, ein epileptischer Anfall, ein so genannter akuter Bauch und ein bewusstloser Patient annährend gleichzeitig behandelt werden. Eckartsberga, Bad Sulza und zwei Mal Apolda waren die Einsatzorte. Als erstes wurde der Herzinfarkt in Eckartsberga gemeldet. Der Apoldaer Rettungswagen war verfügbar und jagte los - wenig später auch der Notarzt. Auch als der Hilferuf aus der Kurstadt Bad Sulza kam, war noch alles im Lot - dort ist ein weiterer Rettungstransportwagen stationiert.
Erst beim zweiten Notruf aus Apolda wurde es eng. Der einzige Apoldaer Rettungswagen war noch in Eckarstberga. Über die Leitstelle Jena forderten die Apoldaer Hilfe an, ein Wagen aus Dorndorf-Steudnitz wurde geschickt. Parallel startete ein Rettungshubschrauber des ADAC, um den nächsten Notarzt nach Apolda zu bringen. Dort griff die Feuerwehr Apolda in die Rettungskette ein. Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe fuhr mit seinem Einsatzwagen den Arzt vom Hubschrauberlandeplatz zum Einsatzort. Und selbst beim vierten der Einsätze griff die Rettungsleitstelle auf Knobbe zurück: Weil er über die entsprechende Ortskenntnis verfügt, durfte er den Dorndorfer Rettungswagen auch noch innerhalb Apoldas zum nächsten Punkt lotsen. Erst dann kehtre langsam Ruhe ein und die Rettungsfahrzeuge an ihren angestammten Platz zurück.
Für vier parallele Einsätze reichen die im Weimarer Land stationierten Rettungsmittel nicht aus, bestätigte gestern auch der Landrat. Allerdings ist ein solcher Fall wie gestern morgen auch äußerst selten. Und die Koordinierung funktioniere auch über die Kreisgrenzen hinweg.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 07.12.2005)

 


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