Heuballen-Brand bei Wickerstedt
12.08.2005



 

FEUER: Lichterloh brannten die Strohballen zwischen Wickerstedt und Eberstedt. Die Feuerwehren konnten sie nur noch kontrolliert niederbrennen lassen.

 



 
Kinder setzten 700 Strohballen in Brand
Die eingesetzten Feuerwehren aus Apolda und Wickerstedt konnten die Flammen nicht mehr löschen


700 Strohballen wurden gestern ein Raub der Flammen. Kinder hatten zwischen Eberstedt und Wickerstedt vermutlich fahrlässig ein Feuer gelegt.

APOLDA.
Aufregung gestern Morgen zwischen Eberstedt und Wickerstedt. 700 Strohballen, die die Wickerstedter Riko Milch GmbH dort gelagert hatte, brannten lichterloh. Die Freiwilligen Feuerwehren von Apolda und Wickerstedt kamen zum Einsatz, konnten das Feuer jedoch nicht mehr löschen - zu groß schlugen die Flammen aus dem Stroh. Mitarbeiter der Riko Milch GmbH pflügten eine Brandschneise um die Ballen, die Feuerwehren ließen das Feuer kontrolliert niederbrennen und stellten eine Brandwache auf.
Weil die Verursacher sich selbst mühten, den Schaden zu begrenzen - so alarmierten sie einen vorüber fahrenden Radfahrer - waren sie schnell ausgemacht. Zwei Jungen im Alter von 12 und 14 Jahren haben an den Strohballen mit Zigaretten "gespielt", wie sie gegenüber der Polizei eingestanden. Versehentlich sei Asche auf einen der Strohballen gefallen - der Brand habe sich blitzschnell ausgebreitet. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen gilt der Jüngere der beiden als der Tatverdächtige. Mit zwölf Jahren ist er allerdings noch nicht strafmündig. Ob und welche Schadenersatzforderung die geschädigte Riko Milch GmbH oder deren Versicherung gegenüber den Eltern aufmacht, ist eine zivilrechtliche Angelegenheit. Die Ermittlungen sind nicht abgeschlossen.
Bei dem Brand entstand allein Sachschaden von 7.000 Euro. Die zwischengelagerten Strohballen waren als Schüttung für den Kuhstall gedacht, damit die Kühe nicht auf dem blanken Beton stehen müssen.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 13.08.2005)

 


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