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Salpetersäure an Weimars Nordstraße
Gemeinsamer Gefahrgutzug simulierte einen schwerwiegenden Unglücksfall
Der Gefahrenschutz-Zug für Weimar und das Weimarer Land hat am Sonnabend an der
Weimarer Nordstraße einen verunglückten Gefahrgut-Transport gesichert und
geborgen. - Eine geplante Übung für Berufs- und freiwillige Feuerwehren.
WEIMAR.
Verkehrsunfall mit einem Gefahrgut-Transporter an der Nordstraße! So lief die
Meldung Samstag 9.02 Uhr bei der Weimarer Berufsfeuerwehr ein. Ein Fall für
den gemeinsamen Gefahrgutzug von Stadt und Landkreis. Dass ein solcher Einsatz
stattfinden würde, war in den Übungsplänen verzeichnet. Wann und wo er stattfinden
würde jedoch nicht. Weil die Übung in Weimar stattfand, war Manfred Kürbs,
stellvertretender Wachabteilungsleiter bei der Berufsfeuerwehr, der Leiter der
Übung. Zugführer Michael Beck leitete den Einsatz der Kameraden aus Apolda,
Bad Berka und Bad Sulza auf dem Gelände der Firma MVS. Wie vorgeschrieben, wurde
der Unfallort in einem Umkreis von 50 Metern abgesperrt. Ein Fahrzeug der
Landesfeuerwehrschule simulierte den Unglückswagen, aus dem Salpetersäure auslief.
Das Leck zu schließen, war die vordringliche Aufgabe. Nacheinander rückten
zwei Trupps der Feuerwehren Apolda und Bad Sulza mit Chemikalienschutzanzügen
und Atemschutzanzügen zur Unglücksstelle vor. Maximal 20 Minuten Einsatzzeit,
einschließlich der Dekontamination, lässt eine solche Ausstattung zu. Um 10.45 Uhr
war die Situation unter Kontrolle. Dazu gehörte auch, ein Ausbreiten der Säure zu
verhindern und die ausgelaufene Flüssigkeit zu binden.
Vier Mal im Jahr wird der Zug zu gemeinsamen Übungen gerufen. Diesmal waren
insgesamt 21 Kameraden und neun Fahrzeuge im Einsatz.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 19.09.2005)
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