Übung des Gefahrgutzuges in Weimar
17.09.2005



 
Salpetersäure an Weimars Nordstraße
Gemeinsamer Gefahrgutzug simulierte einen schwerwiegenden Unglücksfall


Der Gefahrenschutz-Zug für Weimar und das Weimarer Land hat am Sonnabend an der Weimarer Nordstraße einen verunglückten Gefahrgut-Transport gesichert und geborgen. - Eine geplante Übung für Berufs- und freiwillige Feuerwehren.

WEIMAR.
Verkehrsunfall mit einem Gefahrgut-Transporter an der Nordstraße! So lief die Meldung Samstag 9.02 Uhr bei der Weimarer Berufsfeuerwehr ein. Ein Fall für den gemeinsamen Gefahrgutzug von Stadt und Landkreis. Dass ein solcher Einsatz stattfinden würde, war in den Übungsplänen verzeichnet. Wann und wo er stattfinden würde jedoch nicht. Weil die Übung in Weimar stattfand, war Manfred Kürbs, stellvertretender Wachabteilungsleiter bei der Berufsfeuerwehr, der Leiter der Übung. Zugführer Michael Beck leitete den Einsatz der Kameraden aus Apolda, Bad Berka und Bad Sulza auf dem Gelände der Firma MVS. Wie vorgeschrieben, wurde der Unfallort in einem Umkreis von 50 Metern abgesperrt. Ein Fahrzeug der Landesfeuerwehrschule simulierte den Unglückswagen, aus dem Salpetersäure auslief.
Das Leck zu schließen, war die vordringliche Aufgabe. Nacheinander rückten zwei Trupps der Feuerwehren Apolda und Bad Sulza mit Chemikalienschutzanzügen und Atemschutzanzügen zur Unglücksstelle vor. Maximal 20 Minuten Einsatzzeit, einschließlich der Dekontamination, lässt eine solche Ausstattung zu. Um 10.45 Uhr war die Situation unter Kontrolle. Dazu gehörte auch, ein Ausbreiten der Säure zu verhindern und die ausgelaufene Flüssigkeit zu binden.
Vier Mal im Jahr wird der Zug zu gemeinsamen Übungen gerufen. Diesmal waren insgesamt 21 Kameraden und neun Fahrzeuge im Einsatz.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 19.09.2005)

 
 

SCHUTZ: Durch Säurepfützen mussten die Retter nicht waten, lediglich Regen hatte sich auf dem Werksgelände gesammelt.

 



 

SCHWEISSTREIBEND: Die Arbeit im Schutzanzug verlangte den Kameraden aus Apolda und Bad Sulza viel Kraft ab.

 


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