Übung in der Pestalozzischule
22.04.2005



 

ÜBUNG: Die Feuerwehr barg die beim Chemieunfall in der Pestalozzischule Verletzten wie im Ernstfall. Die Zeiten der Übung werden in den nächsten Tagen ausgewertet.

 


 
Brand im Biologieraum
Einsatzübung an der Apoldaer Pestalozzischule überraschte selbst die Freiwillige Feuerwehr


Gestern Mittag in der Pestalozzischule. Rauch dringt aus dem Biologie-Raum. Wenig später Alarm. Die Schule muss geräumt werden. Neun Verletzte bleiben zurück. Zum Glück nur eine Einsatzübung.

APOLDA.
Außer einer Lehrerin, den "Verletzten" und dem DRK wusste niemand von der Einsatzübung an der Pestalozzischule. Nicht einmal die Kameraden der Feuerwehr, die um Hilfe gerufen wurden.
Der simulierte Fall: Ein Unfall im Unterricht mit anschließendem Brand im Klassenraum. Nach dem Ertönen des Alarmsignals Getrappel auf dem Fluren. Rasch verlassen die Schüler das Gebäude - die einen mit besorgter Miene, die anderen mit einem der üblichen Scherze auf den Lippen. "Endlich mal eine gute Nachricht", lachte einer. Auf dem Schulhof sammeln sich die Klassen, die Lehrer melden die Schülerzahlen dem Direktor. Noch bevor die Feuerwehr auf dem Schulhof eintrifft, stürmen 19 Schüler wieder in das Gebäude. Es ist die Ersthelfer-Gruppe, die losgeschickt wird, ihren Mitschülern zu helfen. Und einige von ihnen stehen mit einem gehörigen Schuss Adrenalin im Blut im vernebelten Klassenraum vor den "Verletzten". Doch alles geht gut. Noch während der Erstversorgung werden sie von den Kameraden der Feuerwehr abgelöst.
Die Auswertung übernimmt Direktor Burkhard Niemitz. Er hat sich penibel die Zeiten notiert, wann er von wem welche Meldung erhalten hat, wer wann wen alarmierte. Wenn die Lehrer die Ergebnisse kennen, sprechen sie auch in den Klassen darüber. Was hat geklappt, wo müssen wir noch besser werden.
Einsatzübungen wie diese sind wichtig für alle Beteiligte, bestätigte auch Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe von der Freiwilligen Feuerwehr.
(Artikel von Klaus Jäger "Thüringer Allgemeine" vom 23.04.2005)

 


 

Wartet auf die Notversorgung: Susen Rädel war eine Risswunde am Arm "verpasst" worden. Die Evakuierungsübung an der Apoldaer Pestalozzischule verlief nach Auskunft der Rettungsdienste gut.

 


 
Schüler reagieren gut
Evakuierung nach Unfall: Übung an der Pestalozzischule


Apolda. Noch neun Personen im Chemieraum - darunter sieben Verletzte, Schüler hatte mit der Erstversorgung begonnen, die Schule war evakuiert: Dies die Lage, als die Kameraden der Apoldaer Feuerwehr gestern Mittag übungshalber an der Pestalozzischule eintrafen. "Wir haben einen Löschangriff simuliert, die Ersthelfer waren sehr gut", sagte der Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe. "Wenn das alles im Ernstfall auch so gut läuft, sind wir sehr, sehr dankbar."

Nur stressbedingte Fehler
"Wir hatten die jährlich vorgeschriebene Evakuierungsübung mit unserem Lehrgang kombiniert", sagte Michael Thein vom Apoldaer DRK. Das Szenario hieß "Explosion im Chemieraum", der Schulleiter hatte den Alarm ausgelöst, die Schüler selbst den Notruf an die Rettungsdienst-Leitstelle übernommen. "Viele haben das erste Mal solch eine Situation erlebt, dafür haben sie gut reagiert", sagt Thein. Alles sei ruhig abgelaufen, "nur stressgbedingte kleine Fehler" fielen nicht ins Gewicht.
Der DRK-Lehrgang für die Schüler befasste sich u.a. mit Themen zum Selbstschutz sowie der Vorsorge.
(Artikel der "Thüringer Landeszeitung" vom 23.04.2005)

 


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