Wohnhausbrand in der Erfurter Straße
02.05.2006



 

BRAND: 21 Kameraden der Feuerwehr Apolda waren im Einsatz

 


 
Ölofen explodiert
Wohnungsbrand in Apolda forderte fünf Verletzte / 200.000 Euro Sachschaden

Fünf Verletzte forderte ein Wohnungsbrand gestern Nacht in der Erfurter Straße. Kurz vor vier Uhr explodierte im Schlafzimmer im zweiten Obergeschoss eines Einfamilienhauses ein Ölofen. Die Mutter liegt noch immer auf Intensivstation, Lebensgefahr besteht jedoch nicht mehr.

APOLDA.

Aus dem Schlaf gerissen wurden gestern Morgen zwei Familien in der Erfurter Straße. Im Schlafzimmer des zweiten Obergeschosses eines Mehrfamilienhauses explodierte ein automatischer Ölofen. Durch die Wucht der Explosion wurde sogar die Decke zum Dachboden durchgesprengt.
Das dort schlafende Ehepaar kümmerte sich zunächst um ihren zweijährigen Junge, um das Kind vor den Flammen zu retten. Vater und Sohn schafften es bis auf den Hof, auch die Eltern, die im ersten Stock schliefen. Die Mutter wurde vom rasch eintreffenden Rettungsdienst aus der Wohnung gerettet. Alle fünf Hausbewohner trugen dabei Verletzungen davon. Vier wurden mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht, eine Frau musste wegen einer Herzattacke behandelt werden.
Nach Angaben des Robert-Koch-Kankenhauses liegt die 29-jährige Mutter wegen Rauchgasvergiftung immer noch auf der Intensivstation. Lebensgefahr besteht aber nicht mehr. Ihr zweijähriger Sohn wird auf der Kinderstation versorgt. Die 59-jährigen Großeltern wurden auf der internistischen Station aufgenommen. Der 29-jährige Vater konnte das Krankenhaus indes wieder verlassen. Die Freiwillige Feuerwehr Apolda braucht mit 21 Kameraden und fünf Einsatzfahrzeugen relativ lange, um den Brand in der Nacht schließlich unter Kontrolle zu bringen. Der Dachstuhl stand sofort in Flammen, auch die nach hinten ausgebaute Wohnung brannte lichterloh beim Eintreffen der Kameraden. Von drei Seiten ließ Wehrführer Ingo Knobbe seine Mannschaft angreifen. Über die Drehleiter wurde die Dachhaut aufgerissen und der Dachstuhlbrand bekämpft. Zwei andere Kameraden hielten von der Erde aus den Strahl ihres Löschrohres genau in das Unglückszimmer, wo das Öl den Flammen immer wieder neue Nahrung gab. Schließlich wechselten sich auch im Inneren des Hauses immer wieder Feuerwehrleute mit Presslufatmern ausgerüstet beim Löschangriff ab. Um 5.19 Uhr gab Knobbe das erlösende Kommando: Feuer aus!
Das so genannte Ablöschen dauerte dann noch bis gegen halb neun Uhr morgens. Eine Brandwache sicherte den Unglücksort bis zum Eintreffen der Kriminalpolizei Jena. Deren Brandursachenermittler erforschten die Ursache der Explosion. Vermutet wird bisher dass der Ölofen die Explosion herbeiführte. Ob es sich dabei um eine Verpuffung handelte, konnte von der Polizei noch nicht bestätigt werden.
Teile des explodierten Ölofens werden jetzt noch vom Technischen Überwachungsverein (TÜV) untersucht. Der Sachschaden nach dem Hausbrand beträgt nach Polizeiangaben rund 200.000 Euro.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 03.05.2006)

 


 
Ofen explodiert!
Mutter und Kind in Lebensgefahr


Apolda- Eine Verpuffung in einem automatischen Ölofen hat gestern ein Wohnhaus in Brand gesetzt. Ein Junge (2), seine Eltern (29) und die 59 Jahre alten Großeltern kamen wegen Rauchgasvergiftungen ins ein Krankenhaus. Kind und Mutter liegen auf der Intensivstation. Das Feuer, das im zweiten Obergeschoss ausgebrochen war, hat einen Schaden von 200.000 Euro verursacht.
(Artikel der "BILD-Zeitung" vom 03.05.2006)

 





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