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Gezittert und gerettet
Feuerwehr Apolda fischte gestern einen ausgebüxten Bernhardiner
aus der Ilm
MATTSTEDT. Die Rettungsaktion in der Nähe der "Poche" lief professionell ab. Zwei
Hunde konnten den Verlockungen der zugefrorenen Ilm nicht widerstehen.
Einen rettete die Feuerwehr aus dem eiskalten Wasser.
Sie haben sich schon öfter einmal ohne Herrchen und ohne sich abzumelden
auf die Socken gemacht. Annie und Seppel, die beiden zottligen Gesellen,
von einem Gehöft an der Poche, stromern gern allein durch Wald und Flur.
Gestern hätte der Spaziergang ins Auge gegen können. Als beide das Eis
auf der Ilm testeten, übersah Annie das Wasserloch und fiel hinein. Sie
versuchte mit den Vorderpfoten aus der eisigen Falle heraus zu kommen,
rutschte aber immer wieder ab und verharrte zum Schluss beinahe
bewegungslos. Seppel stand daneben, jaulte und bellte - und machte
damit Spaziergänger auf dem Ilmtal-Radweg aufmerksam. Achim Kaliske
und Jörg Gemeinhardt von der Apoldaer Feuerwehr setzten sich ins
Schlauchboot, schnappten den Hund am Schlawittchen und zogen ihn
ruckzuck an Land. Der Besitzer bedankte sich. Mit seinen Hunden
wird der Mann ein ernstes Wort zu reden haben.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" von André Hess vom 04.02.2006) |
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