Wohnhausbrand in der Wilhelmstraße
05.03.2006



DER TAG DANACH: Die scheinbar geringfügigen Beschädigungen täuschen. Das gesamte Haus ist einsturzgefährdet.

AUS DER LUFT: Nur von der Drehleiter aus bzw. über das Hinterhaus war der Brand zu bekämpfen.



 
Nachbarn vorsorglich evakuiert
Feuerwehren kämpften sechs Stunden gegen Dachbrand



Als gestern Morgen um 3.36 Uhr die Feuerwehr Apolda zu einem Dachstuhlbrand gerufen wurde, konnte sie noch nicht ahnen, wie kompliziert der Einsatz wird.
Die Oberndorfer Wehr die Energieversorgung und die Polizei unterstützten den von der Rettungsleistelle koordinierten Einsatz.


APOLDA.

Nur sieben Minuten brauchte gestern Morgen der erste Tanker der Feuerwehr, bis er in der schmalen und zugeparkten Wilhelmstraße eintraf. Das Dachgeschoss in der Nr. 19 brannte - aber ein Herankommen war nur schwer möglich. Strommasten vor dem Haus und Leitungen quer über die Straße erforderten den raschen Einsatz der Energieversorgung Apolda. Zudem war ein Löschangriff von innen nicht möglich: Der Qualm ließ ein Eindringen nicht zu. Das Dramatische: Keiner der beiden Hausbewohner war zu sehen. Der über 80-jährige Eigentümer, so erfuhren die Einsatzkräfte von Nachbarn, übernachtete bei einer Freundin, der Sohn galt zunächst als vermisst. Und ausgerechnet der wohnte im Dachgeschoss … Die Bewohner des Nachbarhauses wurden vorsorglich evakuiert.
Neben 26 Kameraden aus Apolda waren auch acht der Wehr aus Oberndorf im Einsatz. Und während die einen von der Drehleiter aus den Brand zu löschen versuchten, wollten andere das Leben des Bewohners retten. Doch in die Wohnung kam man nicht - ein Teil des Daches war schon eingestürzt und blockierte von innen die Tür. Nach Stunden wurde der Vermisste schließlich von Polizisten gefunden - er hatte die Nacht ebenfalls bei Freunden zugebracht.
Um den Brand zu bekämpfen, mussten die Feuerwehrleute schließlich von außen das Dach öffnen. Ein zweiter Trupp kam ihnen über einen rückwärtigen Anbau entgegen. Erst nach sechs Stunden war der Einsatz für die Feuerwehrleute beendet. Beamte der Kriminalpolizei-Inspektion Jena haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, gestern Mittag allerdings wieder abgebrochen - für das gesamte Gebäude besteht Einsturzgefahr. Jetzt wartet man auf die Fachauskunft eines Statikers.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 06.03.2006)

 


 
Dritter großer Hausbrand innerhalb eines Jahres in Apolda

Apolda. Ein dritter großer Hausbrand innerhalb eines Jahres wurde am Sonntag Morgen aus der Apoldaer Wilhelmstraße gemeldet. Gegen 3.30 Uhr ging der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in der Wilhelmstraße in Flammen auf. Das Feuer griff auch auf ein benachbartes Wohnhaus über. Zur Zeit des Brandes befanden sich zum Glück keine Menschen in dem Haus. Die drei Bewohner des Nachbarhauses aber mussten sich noch in der Brandnacht evakuieren lassen. An den beiden betroffenen Altbauten entstanden Schäden, die die Polizei vorläufig auf 60.000 Euro schätzt. Zur Brandursache konnte die Polizei bis gestern noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen sind an die Kriminalpolizei Jena übergeben worden.
Wie es heißt, könnten die Bewohner des Hauses, in dem das Feuer ausbrach, vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Löschwasser drang durch das angebrannte Dach bis ins Innere des Hauses.
(Artikel der "TLZ" vom 06.03.2006)

 





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