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Brandstifter zogen durch die Stadt
Schwere Schäden richteten bislang unbekannte Brandstifter am Mittwochabend in
Apolda an. Sie zündelten am Briefkasten vor der Postfiliale und an einem Lkw
in der Jenaer Straße.
APOLDA. Im Minutentakt musste am Mittwochabend die Apoldaer Feuerwehr ausrücken, um
nach Brandstiftungen in Apolda zu löschen. Dabei lagen die Tatorte nur wenige
hundert Meter voneinander entfernt. Besonders schwer war der Schaden, den die
Täter auf dem Brauhof anrichteten. Dort zündeten sie die Briefe und Karten im
Briefkasten vor der Postfiliale an. Die Feuerwehr musste schließlich den
Briefkasten gewaltsam öffnen. Die Briefpost wurde durch die Polizei
sichergestellt.
Noch während die Polizisten bei der Arbeit waren, kam ein Hilferuf aus der
benachbarten Jenaer Straße. An der Kreuzung Hugo-Michel-Straße brannte eine
Euro-Palette auf einem Lkw. Hier entstanden 6.000 Euro Sachschaden, bevor
die Feuerwehr wieder abrücken konnte.
Der Apoldaer Polizeihauptkommissar Thiem geht davon aus, dass es einen
unmittelbaren Zusammenhang zwischen beiden Taten gab. Die Brandursachenermittler
der Kriminalpolizei schließen die Verwendung von Brandbeschleuniger jedoch aus.
Die Briefe und Karten wurden inzwischen der Post übergeben. Sie werden von
betriebsinternen Sicherheitspersonal gesichert. Unbeschädigte Sendungen gehen
an den Adressaten, angekokelte auch - in Plastehülle und mit Begleitschreiben.
Sind weder Adressaten, noch Absender zu erkennen, dann wird die Post im
Briefermittlungszentrum Marburg geöffnet. Dessen Mitarbeiter versuchen, aus
dem Inhalt auf den Absender zu schließen- um sie ihm wieder zurückzusenden.
"Mit dem Absender haben wir ein Vertragsverhältnis", machte Post-Sprecher
Stefan Heß deutlich.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" von Klaus Jäger )vom 14.04.2006 |
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