Scheunenbrand in Obernissa
13.11.2006



 

DER TAG DANACH: Während die Wehren noch aufräumten und die Kripo Spuren sicherte, erholten sich die überlebenden Schafe von ihrem Schock.

 


 
OBERNISSA.

Bei einem Großfeuer in Obernissa im Westen des Kreises sind gestern 120 Schafe verendet. Das Feuer war am späten Abend in dem als Technikhalle und Stall genutzten Gebäude ausgebrochen. Die Polizei ging nach ersten Ermittlungen von einem technischen Defekt als Ursache aus. Als die ersten Feuerwehren eintrafen, stand das Gebäude bereits in ganzer Ausdehnung in Flammen. Die genau in West-Ost-Richtung stehende Halle bot dem Wind dabei eine gute Angriffsfläche, das Feuer immer wieder wie in einem Kamin anzufachen. Die neben den Einheimischen zu Hilfe gerufenen Feuerwehren aus Weimar, Bad Berka, Vieselbach und Kranichfeld konnten die Halle nur noch kontrolliert abbrennen lassen.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 15.11.2006)

 


 

CHANCENLOS. Trotz der vielen Helfer war im Schafstall nichts mehr zu retten.

 


 
Kein Entrinnen
Technischer Defekt in Obernissa vermutet / 900 Schafe entkamen knapp dem Tod




Ein technischer Defekt im Bereich der Hallendecke soll am Montag das verheerende Feuer in Obernissa ausgelöst haben. Das zumindest ergaben die gestrigen Untersuchungen der Weimarer Kripo vor Ort.

OBERNISSA.

Für die Schafe in Obernissa gab es keine Rettung. Bereits beim Eintreffen der ersten Feuerwehren aus Mönchenholzhausen und Bad Berka, die um 21.10 Uhr alarmiert wurden, hatten sich die Flammen bereits so sehr ausgebreitet, dass Teile des Daches eingestürzt waren. Sie begruben rund 120 Tiere der Pflanzenzucht Vieselbach e.G. unter sich. Die wenigen Schafe, die das Unglück überlebten nur, weil sie am Rand des Gebäudes standen.
Inmitten den süßlichen Gestanks, der sich vom Obernissaer Dorfrand aus verbreitete mussten die Wehren in all der Eile, die geboten war, zunächst regelrecht nach Wasser suchen: Die Hydranten versagten schnell ihren Dienst, die nächste Zisterne fanden die Kameraden um Einsatzleiter Wolfgang Wambutt (Bad Berka) nur mit Hilfe Einheimischer mitten im Ort. Während die etwa einen Kilometer lange Leitung zum Brandort gelegt wurde, alarmierte Wambutt sämtliche Wehren im Umkreis mit Löschfahrzeugen: die Erfurter Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Mellingen, Blankenhain, Vieselbach, Obernisse und Kranichfeld. Auch das Apoldaer Atemschutz-Spezialfahrzeug kam hinzu. Alles in allem halfen aber auch die vereinten Kräfte der 85 Kameraden nicht. Die Löscharbeiten, die aus Sicherheitsgründen nur von außen liefen, konnten das Feuer erst eindämmen, als bereits die Technik im Gebäude - zwei Traktoren und zwei Radlader - ausgebrannt waren.
Trotz aller Betroffenheit, die auch gestern noch am Brandort herrschte, an den auch Schäfermeister Karl-Heinz Kirchhof eilte, war allen klar: Es hätte noch viel schlimmer kommen können. Der Feuerwehr, die bis um fünf bzw. als Brandwache bis mittags im Einsatz war, gelang es noch rechtzeitig, Treibstofftanks aus der Gefahrenzone zu bergen. Wäre der Brand einige Tage später ausgebrochen, hätte er zudem weitaus mehr Schafe in den Tod gerissen. Denn die rund 900 erwachsenen Tiere der Genossenschaft sollten noch in dieser Woche ins Winterquartier, den abgebrannten Stall, wechseln.
Die Ermittlungen der Kripo gestalteten sich schwierig. Die Flammen hatten in dem rund 80 mal 20 Meter großen Gebäude fast nicht von der Holzkonstruktion mit Eternit-Welldach übrig gelassen. Dennoch waren sich die Experten gestern Nachmittag relativ sicher, dass keine Brandstiftung vorliegt. Vielmehr soll ein noch nicht näher bekannter technischer Defekt zum Unglück geführt haben, bei dem ein Schaden von 90.000 Euro entstand.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" von Susanne Seide vom 15.11.2006)

 


 

GROSSFEUER: Mehrere Feuerwehren waren gestern Abend nötig, um den verheerenden Brand in Obernissa wenigstens in Grenzen zu halten.

 


  Feuer vernichtet Stall mit 120 Schafen
Technischer Defekt als Brandursache in landwirtschaftlicher Halle von Obernissa vermutet

Der Wind trieb die Wolke aus verbranntem Gummi, Öl und Tierkadavern bis nach Weimar. Der Geruch kündete in den Orten entlang der B 7 von einem Großfeuer, dass ich am späten Abend in Obernissa entzündet hatte und nur noch teilweise zu stoppen war.


OBERNISSA.

Bei einem Großfeuer in Obernissa im Westen des Kreises sind gestern fast 120 Schafe verendet. Das Feuer war am späten Abend in einem als Technikhalle und Stall genutzten Gebäude ausgebrochen. Nach dem Entdecken des Brandes konnten nur drei oder vier Tiere gerettet werden.
Als die ersten Feuerwehren am Brandort eintrafen, da stand das Gebäude der Vieselbacher Pflanzenbau eG mit Firmensitz in Mönchenholzhausen bereits in ganzer Ausdehnung in Flammen. Die genau in West-Ost-Richtung stehende Halle bot dem Starken Wind dabei immer wieder eine Angriffsfläche, das Feuer wie in einem Kamin anzufachen. Letztlich konnten die neben den Einheimischen zu Hilfe gerufenen Feuerwehren die Halle nur noch kontrolliert abbrennen lassen. Im Einsatz waren dabei nach ersten Angaben Löschzüge von der Stützpunktfeuerwehr Bad Berka, Blankenhain, Mellingen, Vieselbach, Obernissa und aus Kranichfeld.
Die Polizei ging nach ersten Ermittlungen von einem technischen Defekt als Ursache aus. Genauere Angaben waren gestern Abend nicht mehr zu erhalten. Neben den toten Schafen waren mehrere ausgebrannte Maschinen und Baufahrzeuge zu beklagen. Verletzt wurde nach TA vorliegenden Informationen niemand.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 15.11.2006)

 


 
Großbrand in einem Schafstall in Obernissa
Nur wenige entkamen


Obernissa. Bei einem verheerenden Feuer in einer landwirtschaftlichen Halle in Obernissa im Weimarer Land kamen in der vergangen Woche auf tragische Weise über 100 Schafe ums Leben. Nur wenige Tiere konnten dem Inferno entkommen. Vernichtet wurden zudem abgestellte Maschinen und Geräte.
An der Brandbekämpfung waren Feuerwehren aus Obernissa, Bad Berka, Mellingen, Blankenhain, Kranichfeld und Vieselbach beteiligt.
Als Brandursache kommt höchstwahrscheinlich ein technischer Defekt im Bereich der Hallendecke in Betracht.
Es hätte alles noch viel schlimmer kommen können, denn 900 weitere Schafe sollte hier demnächst ihr Winterquartier einnehmen. Wegen der milden Witterung blieben sie jedoch noch draußen, was ihnen das Leben rettete.
(Artikel der "TLZ" vom 14.11.06)

 


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