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Land unter
Schötener Bach staute sich am Eingang der Promenade und lief über den Schrönplatz
Zum Großeinsatz wurde gestern die Apoldaer Feuerwehr gerufen. Der
Eingangsbereich zur Schötener Promenade hatte sich in einen großen See
verwandelt, das Wasser strömte bereits über den Schrönplatz und die
August-Bebel-Straße hinunter Richtung Stadtmitte.
APOLDA. Um 9.14 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle die Apoldaer Feuerwehr. Der
Regen konnte auf den gefrorenen Feldern oberhalb Schötens nicht versickern
und strömte gemeinsam mit dem Schmelzwasser in den Ort. Es drohte der
Wassereinbruch in zwei Anwesen in unmittelbarer Nachbarschaft zur
Bushaltestelle, berichtete Wehrleiter Ingo Knobbe. Die Kameraden legten
rund 40 Sandsäcke entlang der Straßenborde aus und leiteten damit das
Wasser in die Straßenkanalisation. Gegen 10 Uhr war diese Gefahr gebannt.
Inzwischen war am Eingang zur Schötener Promenade jedoch ein weit größerer
Gefahrenherd entstanden. Als die Stadtbereitschaft der Feuerwehr ankam,
stand der Schrönplatz bereits 10 bis 15 Zentimeter unter Wasser, das zügig
die August-Bebel-Straße hinunterfloss. Ursache für die Überschwemmung war
der verstopfte Einlauf des Baches in den Untergrund. Am dortigen Gitter
hatten sich von den Wassermassen mitgerissene Äste und Laub festgesetzt
und einen Ablauf des Wassers verhindert.
Mit drei Pumpen versuchten die Feuerwehrmänner Wasser direkt aus dem
Schötener Bach in die Kanalisation umzuleiten. Doch das alleine reichte
nicht. "Wir mussten mit Friedrich & Kober eine Spezialfirma anfordern,
die mit ihren Auslegerkran von oben her die Rinne von Ästen und Blättern
gesäubert hat", erläuterte Knobbe. Doch erst gegen 11.40 Uhr war die
Situation so weit entschärft, das kein Wasser mehr über den Schrönplatz
lief. Die Reinigung des Platzes von Schlamm und Unrat dauerte bis gegen
14.30 Uhr. Insgesamt waren bei den beiden Einsätzen 13 Apoldaer Kameraden
und vier Fahrzeuge im Einsatz.
"Dank der Mauer auf der anderen Seite des Schrönplatzes blieb das Wasser
wenigstens auf der Straße", atmete Knobbe auf. "So viele Sandsäcke, wie
die Mauer hoch ist, hätten wir in so kurzer Zeit nicht aufschichten können."
Damit blieben gleich mehrer Keller von der Überflutung verschont.
Von den Vorgängen am Eingang der Promenade alarmiert, kontrollierte die
Stadt auch andere Vorfluter und Schlammfangbecken auf ihren Territorium -
so z.B. in Heusdorf, im Bereich der Oststraße und an der verlängerten
Hermstedter Straße. Doch dort war alles weitgehend in Ordnung.
Die Überflutung an der Promenade ist damit jedoch nicht abgetan. "Da ja
Anfang März mit der Umgestaltung Schrönplatzes begonnen werden soll,
müssen wir vorher vielleicht noch einmal über die Dimensionen der
Straßenabläufe dort nachdenken", so Bauamtsleiter Stefan Städtler.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" von Michael Hoch vom 17.02.2006) |
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