Hochwasser am Schrönplatz
16.02.2006



 

HOCHWASSER: Der Eingang zur Schötener Promenade verwandelte sich in einen See. Abpumpen alleine half da nicht viel.

 


 

EINSATZ: Keine leichte Aufgabe hatten die Feuerwehrmänner, die gestern auf dem Schrönplatz gegen die Wassermassen des Schötener Bachs ankämpfen mussten.

 


 
Land unter
Schötener Bach staute sich am Eingang der Promenade und lief über den Schrönplatz


Zum Großeinsatz wurde gestern die Apoldaer Feuerwehr gerufen. Der Eingangsbereich zur Schötener Promenade hatte sich in einen großen See verwandelt, das Wasser strömte bereits über den Schrönplatz und die August-Bebel-Straße hinunter Richtung Stadtmitte.

APOLDA.

Um 9.14 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle die Apoldaer Feuerwehr. Der Regen konnte auf den gefrorenen Feldern oberhalb Schötens nicht versickern und strömte gemeinsam mit dem Schmelzwasser in den Ort. Es drohte der Wassereinbruch in zwei Anwesen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bushaltestelle, berichtete Wehrleiter Ingo Knobbe. Die Kameraden legten rund 40 Sandsäcke entlang der Straßenborde aus und leiteten damit das Wasser in die Straßenkanalisation. Gegen 10 Uhr war diese Gefahr gebannt.
Inzwischen war am Eingang zur Schötener Promenade jedoch ein weit größerer Gefahrenherd entstanden. Als die Stadtbereitschaft der Feuerwehr ankam, stand der Schrönplatz bereits 10 bis 15 Zentimeter unter Wasser, das zügig die August-Bebel-Straße hinunterfloss. Ursache für die Überschwemmung war der verstopfte Einlauf des Baches in den Untergrund. Am dortigen Gitter hatten sich von den Wassermassen mitgerissene Äste und Laub festgesetzt und einen Ablauf des Wassers verhindert.
Mit drei Pumpen versuchten die Feuerwehrmänner Wasser direkt aus dem Schötener Bach in die Kanalisation umzuleiten. Doch das alleine reichte nicht. "Wir mussten mit Friedrich & Kober eine Spezialfirma anfordern, die mit ihren Auslegerkran von oben her die Rinne von Ästen und Blättern gesäubert hat", erläuterte Knobbe. Doch erst gegen 11.40 Uhr war die Situation so weit entschärft, das kein Wasser mehr über den Schrönplatz lief. Die Reinigung des Platzes von Schlamm und Unrat dauerte bis gegen 14.30 Uhr. Insgesamt waren bei den beiden Einsätzen 13 Apoldaer Kameraden und vier Fahrzeuge im Einsatz.
"Dank der Mauer auf der anderen Seite des Schrönplatzes blieb das Wasser wenigstens auf der Straße", atmete Knobbe auf. "So viele Sandsäcke, wie die Mauer hoch ist, hätten wir in so kurzer Zeit nicht aufschichten können." Damit blieben gleich mehrer Keller von der Überflutung verschont.
Von den Vorgängen am Eingang der Promenade alarmiert, kontrollierte die Stadt auch andere Vorfluter und Schlammfangbecken auf ihren Territorium - so z.B. in Heusdorf, im Bereich der Oststraße und an der verlängerten Hermstedter Straße. Doch dort war alles weitgehend in Ordnung.
Die Überflutung an der Promenade ist damit jedoch nicht abgetan. "Da ja Anfang März mit der Umgestaltung Schrönplatzes begonnen werden soll, müssen wir vorher vielleicht noch einmal über die Dimensionen der Straßenabläufe dort nachdenken", so Bauamtsleiter Stefan Städtler.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" von Michael Hoch vom 17.02.2006)

 





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