Fahrstuhl-Öffnung in der VR-Bank
31.12.2006



 

BEFREIT: Über eine Leiter ging es endlich ins Freie.

 


 
Bange Stunden im Fahrstuhl


Nicht für jeden verlief die Silvesternacht problemlos. Bange Stunden durchlebten sechs junge Leute, die im Fahrstuhl der VR-Bank stecken geblieben waren.

APOLDA.

Das war gar nicht lustig. Als sechs junge Leute, die in den oberen Räumen des VR-Bank-Gebäudes Silvester feierten, kurz vor 19 Uhr den Fahrstuhl benutzen, blieb dieser stecken. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes konnte zwar die Notöffnung bedienen - gefangen blieben die Fahrgäste dennoch. Denn der Fahrstuhl befand sich auf einem gesperrten Bereich. Das Betreten hätte bei der Polizei Alarm ausgelöst.
Quälend langsam verstrichen die Minuten, bis schließlich ein Installateur sein Glück versuchte - und den Fahrstuhl ebenfalls nicht in Gang bekam. Schließlich wurde die Feuerwehr alarmiert. Die Kameraden entschlossen sich, die eingesperrten Fahrstuhlinsassen mit der Leiter ein Stockwerk tiefer zu holen. Von wo aus sie ungehindert ins Freie kamen. Um eine Einstieghilfe zu finden, suchte Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe einen geeigneten Stuhl oder Sessel und löste dabei selbst den Alarm aus.
Doch auch die eintreffenden Beamten waren wie der Feuerwehrchef der Meinung, dass eine solche Extremsituation das Betreten des gesicherten ‚Bereiches gerechtfertigt hätte. Fast zwei Stunden dauerte die Quälerei für die Eingesperrten, dann wurden sie von der Feuerwehr befreit.
Für die Kameraden indes war die Nacht noch lange nicht zu Ende. Sie mussten kurz nach Mitternacht einen Müllhaufen in der Gartenanlage "Erholung" an der Oststraße löschen. Um 3.20 Uhr leisteten sie Hilfe bei dem Verkehrsunfall am Heidenberg und um 7.52 Uhr löschten sie einen brennenden Baum in der Jenaerstraße.
Bei den beiden Brandsfällen vermutet Ingo Knobbe nach ersten Untersuchungen der Brandursachen "mutwillige Entzündung".
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 02.01.2007

 


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