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Bange Stunden im Fahrstuhl
Nicht für jeden verlief die Silvesternacht problemlos. Bange Stunden
durchlebten sechs junge Leute, die im Fahrstuhl der VR-Bank stecken geblieben waren.
APOLDA.
Das war gar nicht lustig. Als sechs junge Leute, die in den oberen Räumen des
VR-Bank-Gebäudes Silvester feierten, kurz vor 19 Uhr den Fahrstuhl benutzen,
blieb dieser stecken. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes konnte zwar die
Notöffnung bedienen - gefangen blieben die Fahrgäste dennoch. Denn der Fahrstuhl
befand sich auf einem gesperrten Bereich. Das Betreten hätte bei der Polizei
Alarm ausgelöst.
Quälend langsam verstrichen die Minuten, bis schließlich ein Installateur sein
Glück versuchte - und den Fahrstuhl ebenfalls nicht in Gang bekam. Schließlich
wurde die Feuerwehr alarmiert. Die Kameraden entschlossen sich, die
eingesperrten Fahrstuhlinsassen mit der Leiter ein Stockwerk tiefer zu holen.
Von wo aus sie ungehindert ins Freie kamen. Um eine Einstieghilfe zu finden,
suchte Stadtbrandinspektor Ingo Knobbe einen geeigneten Stuhl oder Sessel und
löste dabei selbst den Alarm aus.
Doch auch die eintreffenden Beamten waren wie der Feuerwehrchef der Meinung,
dass eine solche Extremsituation das Betreten des gesicherten ‚Bereiches
gerechtfertigt hätte. Fast zwei Stunden dauerte die Quälerei für die
Eingesperrten, dann wurden sie von der Feuerwehr befreit.
Für die Kameraden indes war die Nacht noch lange nicht zu Ende. Sie mussten
kurz nach Mitternacht einen Müllhaufen in der Gartenanlage "Erholung" an der
Oststraße löschen. Um 3.20 Uhr leisteten sie Hilfe bei dem Verkehrsunfall
am Heidenberg und um 7.52 Uhr löschten sie einen brennenden Baum in der
Jenaerstraße.
Bei den beiden Brandsfällen vermutet Ingo Knobbe nach ersten Untersuchungen
der Brandursachen "mutwillige Entzündung".
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 02.01.2007 |
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