Scheunenbrand in Großobringen
12.03.2007



 

INFERNO: Den Dachstuhl der Scheune konnten die Kameraden nicht mehr retten.

 


 
Dachstuhl lichterloh in Flammen Vereint wurde in der Nacht zu Montag bei Scheunenbrand in Großobringen Ärgeres verhindert

Ein Feuer vernichtete in der Nacht zu Montag in Großobringen den Dachstuhl einer Fachwerk-Scheune. Der Schaden wird auf rund 60.000 Euro geschätzt.

GROSSOBRINGEN.

Noch am Samstagabend hatten die Floriansjünger um Großobringens langjährigen Ortsbrandmeister Gerhard Herrmann Rückschau auf das Einsatz- und Arbeitsjahr 2006 gehalten. Nicht ahnend, dass sie nur knapp 24 Stunden später voll gefordert sein würden. Eine Stunde vor Mitternacht riss die Sirene die Kameraden aus dem beschaulichen Sonntagabend. Da stand im Oberdorf nur Schritte vom Gerätehaus und vom Teich mit dem Löschwasser der Dachstuhl einer Fachwerkscheune lichterloh in Flammen. "Nur fünf Minuten später waren wir und unsere Technik einsatzbereit, mussten aber schnell erkennen, dass unser kleiner Trupp allein und ohne Drehleiter nicht viel hätte ausrichten können", schilderte Gerhard Herrmann die Situation. Doch die Hilfe der Stützpunktfeuerwehren Berlstedt und Buttelstedt sowie die Heichelheimer Kameraden kam prompt. Selbst die Apoldaer Wehr war mit ihrer Atemschutztechnik schnell zur Stelle. Umso lauter wurde in der Brandnacht und am Morgen danach die Frage gestellt, warum auch die aus Sachsenhausen angeforderte Hilfe ausblieb.
Zum Glück konnten sich die Löscharbeiten ganz und gar auf die rechwinklig gebaute Scheune konzentrieren, da für Nachbargebäude keine unmittelbare Gefahr bestand. In der Scheune soll sich nur Stroh befunden haben. Um Mitternacht war das Feuer aus. Der Sachschaden beträgt 60.000 Euro.
Nach ersten Ermittlungen vermutet die Kriminalpolizei Weimar, dass eine Silvesterrakete das Stroh entzündete. Sie sucht jetzt nach Zeugen, die am Sonntagabend in Großobringen Silvesterraketen gesehen haben.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 12.03.2007)

 


 

Ein Schaden von mindestens 60.000 Euro ist in der Nacht zum Sonntag bei einem Scheunenbrand im Oberdorf von Großobringen entstanden. Neben der Großobringer Wehr waren auch die Kameraden aus Berlstedt, Buttelstedt, Heichelheim und Apolda im Einsatz, um das Feuer zu löschen und ein Übergreifen auf Nachbargebäude zu verhindern.

 


 
Feuer zerstört Scheune in Großobringen Fünf Wehren über Stunden im Einsatz


Großobringen. An eine ruhige Nacht und einen geruhsamen Start in die neue Woche war für die Floriansjünger aus dem Nordkreis am Sonntagabend nicht zu denken: Kurz vor 23 Uhr brach in einer Großobringer Fachwerkscheune ein Feuer aus und forderte von rund 30 Feuerwehrleuten vollen Einsatz.
Die Kameraden um Ortsbrandmeister Gerhard Herrmann, deren Gerätehaus nur zwei Häuser von dem betroffenen Gehöft entfernt liegt, waren fünf Minuten nach der Alarmierung als Erste zur Stelle und starteten sofort mit dem Innenangriff: Das Feuer hatte sich im Inneren der Scheue entzündet und sollte deshalb auch von innen bekämpft werden. Im Wechsel rückten jeweils zwei Kameraden unter Atemschutz zum Brandherd vor. Die Wasserversorgung war zunächst kein Problem: Die Truppe konnte einen Hydranten in der Nähe anzapfen - Ein B-Schlauch reichte, um die Distanz bis zum Gehöft zu überwinden. Da aber die Zahl der als Atemschutzgeräteträger ausgebildeten Kameraden in der Wehr begrenzt ist, wurden auch noch die Freiwilligen aus Berlstedt und Buttelstedt angefordert - als alle verfügbaren Pressluftatmer leer waren zusätzlich die Apoldaer Stützpunktfeuerwehr. Kurze Zeit später rückte die Heichelheimer Wehr an: Weil das Wasser aus dem öffentlichen Netzt nicht ausreichte, musste die Nachbarwehr eine Wegestrecke von gut 200 Metern zum Pfützenteich legen, der glücklicherweise seinem Namen keine Ehre machte, sondern mit einer Tiefe von 1,20 Meter ein genügend großes Reservoir abgab.
Gegen 0.15 Uhr hieß es zwar "Feuer aus", doch da sich immer wieder Glutnester entwickelten, konnten die Kameraden ihre Zelte nicht abbrechen. Erst gegen 6 Uhr morgens war der Einsatz beendet und für einen Teil der Kameraden an Schlaf zu denken. Andere mussten - nach einer kurzen Verschnaufpause, dem Frühstück und der Dusche - zum Dienst. Ortsbrandmeister Gerhard Hermann kam erst am frühen Nachmittag dazu, sich aufs Ohr zu legen: Er wollte noch für den Fall aufbleiben, dass die Experten der Kripo, die am Morgen mit den Untersuchungen zur Ursache begangen, den Feuerwehrchef zum Einsatz befragen müssen.
Anwohner wollen kurz vor Ausbruch des Brandes einen Knall gehört haben, wie er für die Explosion einen Feuerwerkskörper typisch ist. "Ob dieses Geräusch allerdings mit dem Feuer in Verbindung steht, das weiß im Moment niemand", hielt sich der Bürgermeister Bernd Schröter am Montagmorgen mit Vermutungen lieber zurück. Doch am Nachmittag schloss auch die Kripo nicht aus, dass eine Silvesterrakete die Scheune in Brand gesetzt haben könnte. Sie hat inzwischen um Hinweise von Zeugen gebeten.
Wie die Kameraden war auch Bernd Schröter die halbe Nacht auf den Beinen. Er ist froh, dass der Einsatz problemlos ablief und weder Personen noch ein weiteres Gebäude zu Schaden kamen: "Nur gut, dass es windstill war. Die Häuser stehen dicht an dicht - das hätte bei Wind ganz böse ausgehen können", ist das Gemeindeoberhaupt dankbar für die Begleitumstände. Den Schaden beziffert die Polizei auf zirka 60.000 Euro. Der Dachstuhl der Scheune ist völlig zerstört. Zuletzt hatte es in Großobringen im April 2003 gebrannt: Damals war durch fahrlässige Brandstiftung ein Feuer im Wohn- und Verwaltungsgebäude der KiJuLa GmbH ausgebrochen.
(Artikel der "TLZ" von Sibylle Göbel vom 12.03.2007)

 


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