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Brandstiftung sehr wahrscheinlich
Zwei Feuer in Apolda am Wochenende / 27-Jähriger konnte sich bei
Brand nicht selbst befreien
Zwei gefährliche Brände erlebte Apolda am vergangenen Wochenende. Der Letzte
rief die Feuerwehr erst vergangene Nacht an die August-Bebel-Straße.
APOLDA. Ein mehrstündiger Feuerwehreinsatz, zwei evakuierte Familien in der Nachbarschaft
und eine in ihrem Schaden begrenzte Brandstiftung sind die Bilanz gestern Abend
in der August-Bebel-Straße 6 von Apolda. Es war bereits der zweite an diesem
Wochenende.
Das Feuer war im Dachstuhl des seit Jahren leer stehenden Bachsteinbaues ausgebrochen.
Als die Feuerwehr eintraf, hatte es die Holztreppe des dreistöckigen Gebäudes
bereits zerstört. Die Apoldaer Feuerwehr rückte dem Brand deshalb über die
Drehleiter und durch die Fenster zu Leibe. Gegen 22 Uhr war er unter Kontrolle.
Die Kameraden um Stadtbrandinspektor und Einsatzleiter Ingo Knobbe hatten
jedoch Stunden mit der Restablöschung und der Brandwache zu tun.
Da Strom und Gas in dem Gebäude sehr wahrscheinlich abgestellt waren, lag
Brandstiftung nahe. Für die Feuerwehr machte es den Eindruck als sei jemand
mit einem Brandbeschleuniger vom Herd des Feuers im Dachgeschoss nach unten
gegangen. Die Kripo nahm noch am Abend die Ermittlungen auf.
In der Dr.-Theodor-Neubauer-Straße 21 von Apolda hatten Nachbarn am
Samstagmorgen starken Rauch aus dem Wohnhaus dringen sehen. Hier lag der
Ursprung in einer von innen verschlossenen Garage. Die Feuerwehr konnte den
Brand schnell löschen. In der Garage fanden die Kameraden eine hilflose
Person. Es handelte sich um einen stark alkoholisierten 27-jährigen Mann,
der mit Feuerwerkskörpern gezündelt und dabei einen Kinderwagen in Brand
gesetzt hatte. Wegen seines starken Alkoholkonsums war er nach Polizeiangaben
auch nicht mehr in der Lage, aus der brennenden Garage zu flüchten. Er
wurde mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.
Der Sachschaden hielt sich in Grenzen.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 15.01.2007) |