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Kripo auf der Drehleiter
Ermittler aus Jena untersuchten gestern Brandherd in der
August-Bebel-Straße
Auf rund 50.000 Euro schätzt die Polizei den Schaden, der Sonntagabend
in Apolda beim Hausbrand in der August-Bebel-Straße 6 entstand.
APOLDA.
Nachtschlaf war Ingo Knobbe nicht vergönnt. Erst gestern gegen Mittag
konnte Apoldas Stadtbrandinspektor überhaupt daran denken, dass zuhause
längst das Bett nach ihm rief. Den Brand in dem leer stehenden
dreigeschossigen Bachsteinbau an der August-Bebel-Straße hatte die
Apoldaer Wehr unter Knobbes Leitung zwar schon gut eine halbe Stunde
nach Alarmierung am späten Sonntagabend unter Kontrolle gebracht.
Bis zum Dienstschluss der Kameraden, die gleich mit acht Fahrzeugen
im Einsatz waren, sollte es jedoch noch Stunden dauern.
Das Ausmaß des Feuers, das sich offenbar vom Dachstuhl abwärts fraß,
erforderte bis gestern Morgen Restlöscharbeiten und Brandwache, um
Glutnestern von vornherein den Gar aus zu machen. Auch die Kripo Jena,
die in dem Fall ermittelt, war gestern auf die Hilfe der Apoldaer
Feuerwehr angewiesen. Da auch das Treppenhaus Opfer der Flammen wurde,
blieb den Brandursachen- Ermittlern der Kripo einzig der Weg über
die Drehleiter der Wehr, um zum Dachstuhl zu gelangen. Die Vermutung
dass in der Bebelstraße womöglich Brandstifter am Werk waren, wollten
die Ermittler gestern allerdings nicht erhärten.
Im Falle des Garagenbrandes vom Samstag in Theo-Neubauer-Straße ist
der Verursacher derweil bekannt. Unklar bleibt jedoch weiterhin, ob
der 27-Jährige, den die Wehr aus der Garage befreite, das Feuer
fahrlässig oder vorsätzlich entfachte. Die Kripo hofft, den Mann,
der mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Robert-Koch-Krankenhaus
musste, noch in dieser Woche befragen zu können. Der Eigentümer der
Immobilie in der Neubauerstraße, der aus den alten Bundesländern
stammt, hat sich bereits für heute angekündigt, um den Brandschaden
in Augenschein zu nehmen.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 16.01.2007) |
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