Lkw-Brand in Umpferstedt
16.08.2007



 

BRAND: Die Feuerwehr Apolda löschte auch den brennenden Lkw in Umpferstedt.

 


  Drei Schicksalsstunden
Junger Mann aus Niedersynderstedt starb auf der B 7 / Kurz darauf Sattelzug in Flammen


Über der Bundesstraße 7 zwischen Umpferstedt und Frankendorf schien gestern morgen ein Fluch zu liegen. Binnen weniger Stunden ereigneten sich nur wenige Kilometer voneinander entfernt zwei Unfälle. Ein 20-Jähriger verlor sein Leben.

UMPFERSTEDT.

Den Feuerwehrleuten von Umpferstedt stand der Schrecken noch Stunden später ins Gesicht geschrieben. Ein Bild des Schreckens hatten sie an der Unfallstelle vorgefunden und konnten zunächst doch wenig helfen. Hinter dem höchsten Punkt der B 7 zwischen Umpferstedt und Frankendorf war ein Vectra gestern Morgen gegen 3.30 Uhr nach links von der Straße abgekommen. Er pflügte durch ein Wäldchen mit jungen Eschen und Ahornbäumchen, muss sich dabei mehrfach überschlagen haben, sogar über die Längsachse. Der Opel blieb gut 20 Meter von der Straße entfernt liegen.
Der junge Fahrer aus Niedersynderstedt war eingeklemmt, doch ohne Bergesatz konnten ihn die Umpferstedt nicht befreien. Erst als die Feuerwehr Apolda das Dach aufschnitt, war es möglich, ihn aus dem Wrack zu holen. Notarzt und Rettungssanitäter mühten sich nach Kräften. Doch der junge Mann starb noch am Unfallort.
Die Unfallexperten der Autobahnpolizei stellten später fest, dass der Opel 199 Meter neben der Straße zurücklegte. Auf seine Geschwindigkeit wollten sie sich noch nicht festlegen. Das sie angesichts der Überschläge und Baumwiderstände enorm hoch gewesen sein muss, steht allerdings außer Zweifel.
Die B 7 musste für drei Stunden gesperrt werden. Als das Opfer geborgen war und das Wrack am Abschleppseil hing, da hofften die Fahrer im Morgenstau, ihre Fahrt bald fortsetzen zu können. In Richtung Jena war das jedoch ein Trugschluss. Denn just in jenem Minuten geriet ein Sattelzug am Umpferstedter Kreuz in Brand.
Er habe drei Reifen verloren und sei trotzdem noch etwa einen Kilometer weiter gefahren, so die Polizei. Funken sprühend rollte er mit 18 Tonnen schweren Leitplanken als Ladung auf die Kreuzung zu, bis der Auflieger Feuer fing. Der Feuerlöscher der dort zu B 7-Sperrung postierten Polizisten musste bald kapitulieren. Erst der zweite Einsatz der Apoldaer Feuerwehr an diesem Morgen machte den Flammen den Garaus. Der Schaden wurde auf 10.000 Euro geschätzt.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" Von Michael Baar vom 17.08.2007)

 



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