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Drei Schicksalsstunden
Junger Mann aus Niedersynderstedt starb auf der B 7 / Kurz darauf
Sattelzug in Flammen
Über der Bundesstraße 7 zwischen Umpferstedt und Frankendorf schien
gestern morgen ein Fluch zu liegen. Binnen weniger Stunden ereigneten
sich nur wenige Kilometer voneinander entfernt zwei Unfälle. Ein
20-Jähriger verlor sein Leben.
UMPFERSTEDT.
Den Feuerwehrleuten von Umpferstedt stand der Schrecken noch Stunden
später ins Gesicht geschrieben. Ein Bild des Schreckens hatten sie an
der Unfallstelle vorgefunden und konnten zunächst doch wenig helfen.
Hinter dem höchsten Punkt der B 7 zwischen Umpferstedt und Frankendorf
war ein Vectra gestern Morgen gegen 3.30 Uhr nach links von der Straße
abgekommen. Er pflügte durch ein Wäldchen mit jungen Eschen und
Ahornbäumchen, muss sich dabei mehrfach überschlagen haben, sogar
über die Längsachse. Der Opel blieb gut 20 Meter von der Straße entfernt
liegen.
Der junge Fahrer aus Niedersynderstedt war eingeklemmt, doch ohne
Bergesatz konnten ihn die Umpferstedt nicht befreien. Erst als die
Feuerwehr Apolda das Dach aufschnitt, war es möglich, ihn aus dem
Wrack zu holen. Notarzt und Rettungssanitäter mühten sich nach Kräften.
Doch der junge Mann starb noch am Unfallort.
Die Unfallexperten der Autobahnpolizei stellten später fest, dass der
Opel 199 Meter neben der Straße zurücklegte. Auf seine Geschwindigkeit
wollten sie sich noch nicht festlegen. Das sie angesichts der Überschläge
und Baumwiderstände enorm hoch gewesen sein muss, steht allerdings außer
Zweifel.
Die B 7 musste für drei Stunden gesperrt werden. Als das Opfer
geborgen war und das Wrack am Abschleppseil hing, da hofften die Fahrer
im Morgenstau, ihre Fahrt bald fortsetzen zu können. In Richtung
Jena war das jedoch ein Trugschluss. Denn just in jenem Minuten geriet
ein Sattelzug am Umpferstedter Kreuz in Brand.
Er habe drei Reifen verloren und sei trotzdem noch etwa einen
Kilometer weiter gefahren, so die Polizei. Funken sprühend rollte
er mit 18 Tonnen schweren Leitplanken als Ladung auf die Kreuzung
zu, bis der Auflieger Feuer fing. Der Feuerlöscher der dort zu
B 7-Sperrung postierten Polizisten musste bald kapitulieren. Erst der
zweite Einsatz der Apoldaer Feuerwehr an diesem Morgen machte den
Flammen den Garaus. Der Schaden wurde auf 10.000 Euro geschätzt.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" Von Michael Baar vom 17.08.2007) |
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