Tödlicher Verkehrsunfall auf der B 87
18.02.2007



UNFALLORT: Die Unglücks-Polo und Apoldas Feuerwehr.

DANACH: Bergung und Unfallaufnahme dauern Stunden.



  Nächtliches Drama am Bismarckturm
Auf der Bundesstraßen-Kreuzung bei Niederroßla starb in der Nacht ein Apoldaer Paar auf dem Heimweg vom Karneval


Tödliches Ende einer Karneval-Nacht. An der Kreuzung von B 87 und Niederroßlaer Straße von Apolda erfasste gestern Nacht ein Pkw zwei Fußgänger. Sie waren auf dem Rückweg von einem Faschingsabend.


APOLDA.

Auf dem Fußgängerstreifen der Bundesstraßen-Kreuzung am Bismarckturm hat gestern 1.30 Uhr ein Polo einen Mann und eine Frau erfasst. Noch kostümiert, waren sie auf dem Heimweg aus der Festscheune in Niederroßla. Das Paar erlag am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Der Fahrer ist ein 36-Jähriger aus Bad Berka. Der Mitarbeiter in einer Sicherheitsfirma war aus Richtung Eckartsberga unterwegs nach Weimar, weil dort in einem Geschäft Alarm ausgelöst worden war. Die Polizei fand den Mann verletzt und unter Schock am Unfallort vor. Er wurde in die Augenklinik Jena gebracht, weil er Glassplitter der zerbrochenen Frontscheibe im Auge hatte. Vernehmungsfähig ist er bisher nicht. Einer ersten Überprüfung auf Atemalkohol zufolge war er nüchtern.
Die Identität der beiden Opfer konnte erst im Laufe des Tages festgestellt werden. Beide trugen keine Ausweispapiere bei sich. Familienangehörige identifizierten das Paar am Sonntagvormittag. Es handelt sich um einen 48-jährigen Mann aus Apolda und seine 45-jährige Lebenspartnerin.
Der Unfallhergang konnte erst grob rekonstruiert werden. Die Unfallexperten der Autobahnpolizei zogen bereits in der Nacht einen Gutachter der Dekra hinzu. Fest steht zurzeit nur: Gegen 1.30 Uhr war die Ampel an der Kreuzung ausgeschaltet, die Beleuchtung durch Laternen nur schwach. Im Einsatz waren der Rettungsdienst Apolda, Notarzt, Feuerwehr sowie Polizeibeamten aus Apolda, Jena und Hermsdorf.
Die Kreuzung von B 87 und Niederroßlaer Straße ist schon länger als ein Unfallschwerpunkt bekannt: Hier ereigneten sich in den vergangen Jahren fünf tödliche Unfälle.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 19.02.2007)

 

 
 
 

Gegen 1.30 Uhr aus der Partystimmung in den Tod gerissen: Ein paar Karnevalssouvenirs zeigten den Ermittlern an, dass es sich bei den Unbekannten um Leute handelte, die kurz vor dem Unfall noch auf einer Faschingsfeier gewesen sein mussten.

 


  Die Faschingsnacht forderte Todesopfer
Paar kam vom Feiern und wurde von VW überfahren


Weimarer Land. Schwarzer Fasching in der Region Apolda: Nach dem fulminanten Umzug und den Karnevalsfeiern kam es in der Kreisstadt am Samstag zu Randale und zu einem schweren Verkehrsunfall: Die Nacht zum Sonntag hatte zwei Todesopfer gefordert.
Die beiden Karnevalisten, ein Paar aus Apolda, war am frühen Sonntagmorgen auf dem Heimweg von einer Faschingsfete in Niederroßla. Die zwei hatten sich entschlossen, den Weg zurück in die Kreisstadt zu Fuß zu gehen. An der Ampelkreuzung der B 87 wurden sie von einem VW Fox erfasst, flogen auf die Windschutzscheibe des Wagens, der sie dann meterweit über die gesamte Kreuzung warf. Der Mann und seine Partnerin verstarben noch an der Unfallstelle. Teile ihrer bunten Verkleidung lagen über den Asphalt verstreut. Die Kreuzung blieb bis Sonntag, 5 Uhr, voll gesperrt. Wie es heißt, sei die Ampel zum Zeitpunkt des Unfalls nicht in Betrieb gewesen. Die Kreuzung ist nur spärlich beleuchtet. Eine einzelne Laterne gibt ein wenig Licht, doch die beiden Unfallopfer sollen laut Zeugen dunkel gekleidet gewesen sein. Der VW-Fahrer, ein 36-Jähriger aus Apolda, der nach dem Unfall unter Schock stand, wurde einem Alkoholtest unterzogen - Ergebnis: der Mann saß nüchtern am Steuer. Jetzt übernimmt die Dekra den Versuch, den Unfallhergang zu rekonstruieren. Einen halben Tag lang wussten die Ermittler nicht einmal, wer die Toten waren. Im Laufe des Sonntags meldete ein erwachsener Sohn des Paars seine Eltern als vermisst, so konnte die Identität geklärt werden. Bei den Opfern handelt es sich um einen 48 Jahre alten Apoldaer und seine 45 Jahre alte Partnerin. Noch im Laufe des Sonntag versammelten sich immer wieder Menschen an der Unfallstelle.
(Artikel der "TLZ" vom 19.02.2007)

 


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