Wohnhausbrand in der Erfurter Straße
01.01.2008



 

IN DER NACHT: Stundenlang war die Feuerwehr in der Erfurter Straße im Einsatz.

 


 
Nur knapp dem Erstickungstod entkommen
Schwelbrand in der Erfurter Straße: Feuerwehr rettet Senioren aus stark verqualmter Wohnung

Mit dem Leben davongekommen sind zwei Senioren Neujahr beim Brand in der Erfurter Straße - dank der Apoldaer Feuerwehr.

APOLDA.

Nichts ahnend lagen ein 88-Jähriger und seine 81-jhrige Partnerin Neujahr gegen 4 uhr in ihren Betten, als sich starker Qualm in ihrer Erdgeschosswohnung ausbreitete. In der Wohnung über ihnen hatte sich ein Schwelbrand entwickelt, der wegen der abwesenden Wohnungsmieter lange unbemerkt blieb. Zum Glück bemerkte ein anderer Mieter den Qualm und alarmierte die Feuerwehr. Sie konnte die Rentner noch rechtzeitig aus dem Haus bringen. Dennoch mussten die betagten Bewohner mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus. Wenige Augenblicke später, so Einsatzleiter Marcel Pawlik, und es hätte für die Senioren böse geendet.
Ausgegangen war das Unheil vermutlich von einem Kamin im ersten Stock. Der "komische Brand" (Gerätewart Rainer Thieme) hatte sich von dort offenbar unter Dielen und Verkleidungen nach oben und unten durch die Etagen gefressen.
Die Feuerwehrleute, die mehrfach unter Atemschutz vorrückten, mussten die Fußböden anheben, um an die Brandnester zu kommen. Derzeit ermittelt die Kripo zur Ursache. Ob der Kamin, hinter dem sich Spanplatten und eine Gasleitung befanden, fachgerecht eingebaut war, wird zu klären sein.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 02.01.2008)

 


 

SPUREN: Ermittler untersuchten das Brandhaus.

 


 
Ursache weiter unklar
Brandopfer von Neujahr wird aus Krankenhaus entlassen


Die gute Nachricht zuerst. Nach dem Schwelbrand am Neujahrsmorgen in der Erfurter Straße sind die beiden verletzten Senioren auf dem Weg der Besserung. Die Brandursache ist allerdings noch nicht aufgeklärt.

APOLDA.

Bisher steht nicht fest, ob das Gebäude aus statischen Gründen weiter bewohnt weren kann. Die Ermittler der Kripo Jena werden auch heute noch ihre Untersuchungen nach den Ursachen des Schwelbrandes in dem Brandhaus fortsetzen. Die Haustür ist mit einem Siegel der Polizei verschlossen. Bisher geht die Polizei nicht von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. Technische Fehler im Zusammenhang mit einem Kamin im ersten Stock werden zurzeit nicht ausgeschlossen. Ein abschließendes Ergebnis wird allerdings nicht vor Ende der Woche erwartet.
Nach der Rauchgasvergiftung werden die beiden Rentner auf der Inneren des Robert-Koch-Krankenhauses behandelt. Nach Auskunft der Ärzte soll die 81-jhrige Frau heute entlassen werden, während Ihr 88-jähriger Partner weiter betreut werden muss. Wo die ältere Dame in den nächsten Tagen unterkommt, dazu wurden gestern keine Angaben gemacht.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine")

 





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