Schwerer Verkehrsunfall in der Nacht
36-jähriger Apoldaer stirbt, nach ihn kurz hinter Kleinromstedt ein Pkw erfasst
Bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen Kleinromstedt und Apolda verlor
ein 36-Jähriger gestern sein Leben. Ein Pkw hatte ihn in der Nacht erfasst.
KLEINROMSTEDT.
Als Feuerwehrmann ist Marcel Pawlik einiges gewohnt. Die Unfallnacht noch frisch
in Erinnerung, meinte der stellvertretende Wehrführer von Apolda dennoch:
"Das war schon heftig." Gegen 2.30 Uhr waren er und acht weitere Kameraden
zu einem Verkehrsunfall zwischen Kleinromstedt und Apolda gerufen worden. Rund
200 Meter hinter dem Dorf hatte die Fahrerin (23) eines Alfa Romeo einen
36-jährigen Apoldaer erfasst, der gegen 1.30 Uhr auf der rechten Fahrbahnseite
Richtung Kreisstadt lief. Der Fußgänger wurde bei dem Aufprall so schwer verletzt,
dass er trotz des Notarzteinsatzes noch am Unfallort verstarb.
Die Autofahrerin aus Apolda saß laut Polizeidirektion Jena mit einer Freundin
im Fahrzeug. Den Unfall gemeldet hatte die unter Schock stehende Fahrerin noch
selbst, bevor sie das Handy an ihre Beifahrerin weiterreichte. Alkohol war bei
der Fahrerin laut Polizei nicht im Spiel. Ob das Unfallopfer vorher getrunken
hatte, stand gestern noch nicht fest. Zudem wird ein Gutachter klären, mit
welcher Geschwindigkeit der Pkw unterwegs war.
Auf TA-Nachfrage bei der Polizei hieß es, dass das Unfallopfer dunkle Schuhe,
einen mittelblaue Jeans und ein bräunliches Oberteil trug. Die Unfallstelle
ist unbeleuchtet, so dass die Wehr diese mit Scheinwerfern ausleuchten musste.
Die Straße war bis kurz nach 5 Uhr voll gesperrt. Laut Feuerwehrmann Marcel
Pawlik waren am Pkw die Frontscheibe, der Dachansatz und die A-Säule eingedrückt.
Der Schaden am Pkw beläuft sich auf rund 7000 Euro. Kreidemarkierungen der
Verkehrspolizei auf dem Asphalt zeugten gestern Vormittag noch vom tragischen Ereignis.
(Artikel der "Thüringer Allgemeine" vom 08.09.2008)